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Kommentar zur Öffnung der Freibäder im Kreis Neunkirchen

Meine Meinung : Sprung ins kalte Wasser belohnt

Frankreich schickt uns jetzt „Heike“, aber Abkühlung bringt das Tief nicht. Auch am Donnerstag soll noch einmal die 30-Grad-Marke geknackt werden. Die Menschen stöhnen unter der Hitze und suchen Abkühlung in den Fluten.

Zum Schwimmen frei gegebene Weiher und Seen gibt es im Landkreis Neunkirchen allerdings nicht. Und nur zwei Kommunen haben den Sprung ins kalte Wasser gewagt und ihre Freibäder trotz der Corona-Pandemie geöffnet. Am vergangenen Wochenende, dem bisher heißesten des Sommers, hatten es die Bäderteams in der Neunkircher Lakai, in Wiebelskirchen und in Uchtelfangen sicher nicht leicht, dem Andrang corona-gerecht Herr zu werden. Vermutlich haben hier auch Familien aus Ottweiler und Schiffweiler Abkühlung gesucht, die normalerweise in „ihre“ Freibäder gegangen wären.

Keine Frage, die Freibadsaison ist in diesem Jahr teurer, aufwändiger und mit einem gewissen Risiko behaftet gewesen. Doch die Öffnung der Freibäder ist auch sozial, gesundheitsfördernd und nachhaltig. Man muss sich nur die vielen Plastikpools in den Gärten vor Augen führen, gefüllt mit kostbarem Trinkwasser. Es war die richtige Entscheidung von Neunkirchen und Illingen, die Freibäder zu öffnen. Besser etwas wagen, als nichts zu riskieren.