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Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“
Auch Ideen über Dorfgrenzen hinweg können sich lohnen

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Kirchturmdenken, die Kirche im Dorf lassen. Zwei Begriffe, die in der aktuellen politischen Diskussion immer wieder fallen, aber in alter Zeit ankern. Als ein Dorf sich eben über Kirche, Schule, Tante-Emma-Laden und Wirtshaus definierte. Von Claudia Emmerich

Nun lautet die Forderung in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen: Kirchturmdenken überwinden, kooperieren, nicht jeder alles. Kirche im Dorf lassen wiederum steht – größer gedacht – für die Identität des Dorfes.


Richtlinien für den Dorfwettbewerb wie für die grundsätzliche Förderung des ländlichen Raums passen sich der Zeit an. Unter Punkt 6.2.1.d – Achtung, jetzt kommt Verwaltungsdeutsch – in der „Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Dorfentwicklung im Saarland“ heißt es: Der Fördersatz wird um zehn Prozentpunkte erhöht für Vorhaben, „die auf ortsteilübergreifenden Strategien beruhen und der offensichtlichen Funktionenteilung zwischen Dörfern dienen“. Übersetzt klingt das lebensnah, innovativ, zukunftsorientiert. Auch im Bewerbungsleitfaden für den Dorfwettbewerb ist die Rede vom „Zusammenwirken mit anderen Ortsteilen sowie Kooperationen mit Nachbardörfern“.

Warum sollten sich nicht Mini-Dörfer – die dann immer noch keine Maxi-Einheit bilden – zusammenschließen, um den Kraftakt „Vitalisieren“ gemeinsam zu wagen? Mit ortsübergreifenden Ideen. Spannend. Vielleicht auch lohnend.