Kolumne Unsere Woche in Neunkirchen zu Fastnachtsferien

Urlaub statt Umzug : Fastnacht leidet unter Winterferien

Schmerzlich vermisst wurde am Fetten Donnerstag ein Meng, äh Mann, im Schlosstheater von Ottweiler. Der Landrat hatte sich aus dem Staub gemacht und in den Schnee verzogen, der närrische Schauprozess musste in diesem Jahr ohne den versierten Fastnachtsredner Sören Meng auskommen.

In diesem Jahr gibt es erstmals verlängerte Winterferien, sie haben am vergangenen Montag begonnen. Eltern, die mit ihren Kindern zum Skifahren in die Alpen wollen, sind auf diese Ferien angewiesen. Doch der Fette Donnerstag liegt nun mitten in den Ferien, die Karnevalstradition gerade an den Grundschulen geht flöten. Das mag den Fastnachtsmuffeln egal sein, schade um das Brauchtum ist es allemal. Weniger Zuschauer als früher säumen auch die Umzüge, von einigen Ausnahmen abgesehen. Es ist eben nicht mehr selbstverständlich, dass an Rosenmontag arbeitsfrei ist, damit die Mitarbeiter als Aktive mit im Umzug gehen können. Oder mit den Kindern am Straßenrand den Narren mit Alleh hopp und Heijoo zujubeln und Gudzjer aufraffen. Fastnacht hat nicht mehr den Stellenwert von früher. Leider.