Kaufhof ade : Und Oma weint im Himmel

Für meine Oma war es immer das NK. Egal, ob das Neunkircher Kaufhaus zum Passagekaufhaus – Peka  – oder gar zur Galeria Kaufhof mutierte. Ein Stadtbummel ohne Abschluss im Café im oberen Stock? Undenkbar!

Gut, als Ende der 70er der Anbau in der Pasteurstraße noch nicht erfolgt war, die sichtbare Wand in diversen giftigen Grüntönen jede Graffitywand vor Neid blass aussehen ließ, da bekam die Zuneigung einen kleinen Schönheitsriss. Wichtige Anlaufstelle blieb das „NK“ trotzdem. Zeitlebens für die Oma. Was es hier nicht gab, war nicht wert gekauft zu werden. Gerne im Schlussverkauf. Da wurden vorher die Auslagen kontrolliert, des Montags in aller Frühe begann die Jagd. Zur Vorweihnachtszeit gehörten die märchenhaft dekorierten Schaufenster.

Die Zeit verging, Oma starb. Peka baute an und modernisierte, die Galeria schaffte die Verbindung zum Center. Irgendwann war auch das Café zu. Jetzt ist es ganz vorbei. Die Galeria schließt, ein weiterer Leerstand kommt. Ich glaube, mit Oma wäre das nicht passiert.