Im Saarpark-Center gibt es wieder Doppleweck

Kolumne : Das Herz des Centers schlägt wieder

Das Warten hat ein Ende: Nach fast fünf Monaten gehen im Saarpark-Center wieder Fleischkäsweck und Hackschnittchen über die Theke.

Was war das ein Hallo! Und vor allem: Was war das für ein Duft. Wer auch immer am Donnerstagmorgen im Erdgeschoss des Saarpark-Centers um die Ecke bog oder über die Rolltreppe ins Parterre schlich, traute seinen Augen nicht. Wo eine Holzwand seit fast fünf Monaten schmerzlich daran erinnerte, dass sich dahinter über 30 Jahre das Epizentrum Neunkircher Fleischkäsweck-Träume befand, ist plötzlich wieder Leben. Rostwürste brutzeln auf dem Grill, halbe Hähnchen duften verlockend in knackiger Kruste, Hackschnittchen und Zwiebeln strahlen um die Wette und die ersten Bierchen gehen auch wieder über den Tresen. Nebenan, am „Thekche“, knallt der erste Crémant-Korken und endlich, endlich gibt es wieder Fleischkäsweck. Wie beim Schmidt Ernscht und später beim Schröder. Das Herz des  Saarpark-Centers schlägt wieder. Und, zur großen Freude der Stammgäste, die halben und ganzen Weck werden nahezu von der gleichen Mannschaft mit Fleischkäs belegt, die Ende Juni von einem auf den anderen Tag von der Schließung der Schröder-Filiale betroffen war. Aber jetzt ist wieder alles so wie früher. Fast. Denn die Filiale, die von der Pfälzer Metzgerei Hirtle geführt wird, ist eine Interimslösung, wie Center-Managerin Nicole Keller erklärt. Für Februar ist dann die große und notwendige Sanierung geplant. Neue Technik, neue Möbel, und und und müssen her, um das Filetstück des Centers auf den neuesten Stand zu bringen. Dass die Hocker noch vom Vorbesitzer stammen, auf den Tafeln nicht die gewohnte Auswahl an Menus zu finden und die Wursttheke  geschlossen ist – Schwamm drüber. Das spielt momentan keine Rolle. Jetzt sind die Gäste erst mal froh, dass sie wieder wissen, wo man sich im Center an die Theke stellen und ein Pils samt Hackfleischkiechelche uffm Weck bekommt. Und: Wo man genau das am Morgen des Heiligabend auch verputzen kann. Zusammen mit gefühlt 2000 anderen, die diese liebgewonnene Tradition seit 30 Jahren pflegen.

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