Es hat zu viel Bumm gemacht

Für unseren Hund war Silvester diesmal einfach zu viel. Schon in den letzten Jahren hatte sich der sensible Collie in der Garderobe unter den Wintermänteln verkrochen, als die Knallerei los ging. Weil die Zeitgenossen Mitternacht partout nicht erwarten können, bedeutete das für dem Hund meist einen rund zwölfstündigen Aufenthalt in seinem Eckchen, ehe er sich wieder herausbitten ließ.Dieses Jahr hatte unser lieber Hausgenosse und Haareverlierer aber besonderes Pech.

Weil es in der Nacht zu Neujahr so feucht und nebelig war, dass so manchem Feuerwerksköper die Puste ausging und die Menschen den Spaß an der Sache verloren, müssen wohl etliche Böller übrig geblieben sein. Und die wurden just zu dem Zeitpunkt gezündet, als sich der Angst-Hund wieder nach draußen wagte. Dort von neuerlichem Getöse überrascht, suchte er sein Heil in der Flucht ins nächstbeste Gebäude, eine Scheune voller Heu, in das sich schon die fünf Stallkatzen zurückgezogen hatten. Als Hütehund war unser Collie bislang den Katzen gegenüber eher langmütig, neigte dazu, sie einfach zu übersehen. Als Böller-Geschädigter liebt er nun plötzlich die Bande der kleinen Tiger, will die Heu-Herberge gar nicht mehr verlassen. Wir bringen ihm Futter und Wasser und hoffen auf ruhigere Zeiten.