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Kolumne
Eine Zeitung für die Ewigkeit

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Wir nähern uns wieder der Zeit der Abschiede. Abschlusszeugnisse, Abschlussfeiern in unseren Schulen. Die Termine laufen in diesen Tagen in unseren Redaktionskalender ein. Mancherorts entstehen wohl auch kreativ „Zeitungen“, in denen Schüler mit Anekdoten, gesammelten Sprüchen und Steckbriefen auf ihre Schulzeit, ihre Mitschüler und vor allem auch ihre Lehrer zurückblicken. Liebe Eltern, diese Lektüre sei Ihnen empfohlen. Möglich, dass Sie Ihre Tochter, Ihren Sohn von einer ganz anderen als der Ihnen bekannten Seite kennenlernen. Die allesbesserwissende Zickige von zu Hause kam offensichtlich über die Jahre hilfsbereit und freundlich rüber. Der zu Hause dauermundfaule Brummige zeigte offensichtlich über die Jahre Witz und große Diskussionsbereitschaft. Würdigen Sie auch die Tipps, wie die Schüler überhaupt ihre Schulzeit hatten überleben können: 1) Essen 2) Kaffee 3) Schlafen 4) Spicker 5) Internet 6) Kopierkarte 7) Lächeln. Vielleicht verführt dann die Lektüre, mal das eigene Abschlusszeugnis und die eigene Abschlusszeitung herauszukramen. Die Autorin dieser Zeilen liest über sich: „In der Stunde machte sie vielleicht ein bis zwei Notizen zur Sache, ansonsten beschäftigte sie sich mit Comics über Cäsar oder futterte vergnügt.“ Die Liebe zu Latein, den alten Römern und zum Futtern ist übrigens geblieben. Von Claudia Emmerich

Also, liebe Schüler, die Ihr derzeit vielleicht in engagierten Redaktionsteams für Eure Abschlusszeitung sitzt, bleibt dran! Lauft ausstehenden Kursberichten hinterher, schließt hartnäckig Foto-Lücken, holt euch Druckangebote ein und erschmeichelt Anzeigen – es lohnt sich. Nach den Noten fragt irgendwann niemand mehr. Die Abschlusszeitung wird dafür immer wertvoller.