| 00:00 Uhr

Die „rote Conny“ zieht es zu den roten Schlipsen

ARRAY(0x8c07bd0)
ARRAY(0x8c07bd0) FOTO: Robby Lorenz
Unsere Woche. Solveig Lenz-Engel

An diesem Samstag entscheidet wohl die saarländische SPD , ob sie Cornelia Hoffmann-Bethscheider als Kandidatin für die Position der Sparkassen-Präsidentin nominiert. Noch im März wird dann die Sparkassen-Verbandsversammlung zusammentreten und zur Wahl schreiten. Kaum zu erwarten, dass die Kandidatin dann durchfallen wird.

Was bedeutet, dass der Kreis Neunkirchen seine Landrätin verliert. Sie wurde am 19. September 2010 als Nachfolgerin von Rudi Hinsberger gewählt, setzte sich ganz klar gegen den recht unbekannten CDU-Bewerber Thomas Thiel durch. Im April 2011 trat sie das Amt an, das angesichts der kommunalen Finanzmisere eher Mangelverwaltung als kreatives Management bedeutet. 2010, als auch noch in Schiffweiler Bürgermeister Markus Fuchs gewählt wurde, lag die Beteiligung des Wahlvolkes bei wenig mehr als einem Drittel. Wenn diesmal die Landratswahl ganz ohne Beiwerk stattfindet, dürfte die Wählerquote eher noch schlechter aussehen. Und eh man sich versieht, ist man mitten in einer Diskussion um landrats-taugliches Personal in den Reihen der Parteien, um die Sinnhaftigkeit der Urwahl dieser eher bürgerfernen Position und um die grundsätzliche Notwendigkeit von Kreisverwaltungen im kleinen Saarland.

Wer die politische Karriere von Cornelia Hoffmann-Bethscheider verfolgt hat, die mit Ambitionen auf den Bürgermeister-Sessel in ihren Geburtsort Merchweiler begann, über das Landtagsmandat, Spitzen-Positionen in Fraktion und Partei ins Landratsamt führte, weiß, dass die Genossin sich immer voll in die Arbeit reingehängt hat. Abwarten und Yogi-Tee-Trinken war nie ihr Ding.

Rot ist bekanntlich die Farbe der Sparkassen. Die Herren tragen deswegen üblicherweise rote Binder, die Damen Tücher oder andere kleine Accessoires. Die attraktive und stets strahlende "rote Conny" kann auf diese Dinge getrost verzichten. Ihr Feuerkopf ist ohnehin nicht zu übersehen.