Kolumne Unsere Woche : Auf dem Weg zu Veränderungen

Nein, nicht wirklich. Ich habe nix gemerkt. Dabei war doch Wahl. In Europa, Deutschland, in Münchweis, in Neunkirchen. Und was ist passiert? Auf meinem Weg vom schlaglochgeplagten Kostenlos-Parkplatz am Gasometer zur Redaktion in der Bahnhofstraße: nichts.

Er ist immer noch etwa 738 Meter lang – und bietet 46 Pfützen zum Reintreten am Morgen. Auf dem Weg hängen Wahlplakate. Wahlweise mit Jörg Aumann oder Dirk Käsbach drauf: Beide gehen am Pfingstsonntag in Neunkirchen in die Stichwahl, wollen Oberbürgermeister sein. Auf dass sich die Stadt nach ihrem Gusto ändert. Beim ersten Wahltermin am vergangenen Sonntag hat es weder für Aumann noch für Käsbach zur Mehrheit gereicht. Nun der erneute Versuch, am 9. Juni, um genau zu sein. Wie in St. Ingbert, wie in Saarbrücken – Stichwahl. Wähler dürfen wieder wählen. In der Hoffnung, dass sich für sie was zum Besseren wandelt. Zum Beispiel weniger Schlaglöcher auf noch mehr kostenlosen Parkplätzen. Weniger Pfützen und Wahlplakate, mehr Liebe. Oder? Irgendwas wird sich ändern. Sicher. Fast.

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