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Dorffest Wiebelskirchen: Klasse Stimmung beim Dorffest

Dorffest Wiebelskirchen : Klasse Stimmung beim Dorffest

In Wiebelskirchen blieb das Geschehen frei von unliebsamen Randerscheinungen.

Ein schlagfertiger Landrat, ein gutes Programm, ein vielfältiges kulinarisches Angebot und nicht zuletzt ein Bilderbuchwetter – beim 27. Wiebelskircher Dorffest passte vieles zusammen. Für Landrat Sören Meng war der Auftakt am Freitagabend ein Déja-vu-Erlebnis. Er war vor seiner Zeit als Landrat bei dieser Veranstaltung über viele Jahre hinweg mit Frack und Zylinder der Dorfredner und stellte alljährlich mit der selbstbewussten Feststellung „Mir brauche uns net zu verberje, ein Hoch auf unser Wiwwelskerje“ die positiven Eigenschaften und Vorzüge des Ortes heraus.

Am Freitag war der Chef der Kreisverwaltung wieder bei der Eröffnung dabei, um als Schirmherr zusammen mit der Kreis-Rosenprinzessin Kristina I die dreitägige Dorfgemeinschaftsveranstaltung des Heimat- und Kulturvereins zu eröffnen. Beim symbolischen Fassanstich genügte ihm ein wohl gesetzter Schlag, um den Gerstensaft zum Laufen zu bringen. Die Wiebelskircher Schützen hatten dazu mit mehreren Böllern den Startschuss abgegeben. Rolf Altpeter, HuK-Vorsitzender und Ortsvorsteher, hatte zuvor viele Eröffnungsgäste begrüßt und das waren nicht nur die geladenen politischen Mandatsträger aus der Region und viele Leute aus dem Ort, auch einige ehemalige Wiebelskircher hatten das Dorffest offenbar zum Besuch daheim und zum Wiedersehen genutzt. Auf der Bühne standen derweil schon die Musiker und die Sängerin der Homburger Coverband Take Five in den Startlöchern, die bis Mitternacht mit bekannten Hits für gute Laune sorgten. Das Gleiche gelang am Samstagabend den Firebirds mit Rockklassikern.

Aber das Dorffest spielte sich nicht nur in der Freibach ab. Der Bereich hinter dem Wibilohaus und der Sparkassengeschäftsstelle war eine große Schlemmerzone, in der private Standbetreiber, Vereine und Gewerbetreibende von Pizza und Pasta, Currywurst und Crepes, Waffeln und Wildgerichten, Keltersteaks und Käsespätzle bis zu saarländischen Gefüllten, Elsässer Flammkuchen, Burgern und türkischen Spezialitäten eine Muli-Kulti-Speisekarte aufgelegt hatten.

Dem Anlass entsprechend hatte der HuK sein Museum im Wibilohaus zum Besuch der Ausstellung „Wiebelskirchen feiert“ geöffnet, der Wibiloplatz war am Sonntag ein einziger Flohmarkt und passend zu den WM-Zeiten hatte die Sparkasse Neunkirchen am Samstagmittag ein Torwandschießen veranstaltet, bei dem einige Teilnehmer öfter trafen als Gomez, Croos und Co. in Russland. Nach dem ökumenischen Gottesdienst am Sonntagmorgen in der Freibach sorgte der Musikverein Harmonie für die musikalische Unterhaltung beim Frühschoppen. War der Besuch am Eröffnungsabend noch überschaubar, schien am Samstag der halbe Ort auf dem Dorffest zu sein. Entsprechend zufrieden waren die Standbetreiber.

„Das war seit langem der beste Abend“, urteilte Raffaele Timpano an seinem Pizzastand. „Gestern Abend war es richtig gut“, befand auch Klaus Müller am Stand der TuS-Fußballer und eine beruhigende Feststellung traf am Sonntagmorgen auch Rolf Altpeter. „Es war ein ruhiges Dorffest und es ist ganz wichtig, dass es keine negativen Randerscheinungen gab“, freute sich der Ortsvorsteher.