Klares Votum für den Bergbau

Neunkirchen. In Bauershaus, wo vor rund 15 Jahren noch hunderte Bergleute einfuhren, um das schwarze Gold zu fördern, zählt die Kohle heute nur noch als Relikt der Vergangenheit. Hält man an den politischen Ausstiegsbeschlüssen fest, gilt dieses bald für das ganze einstige Kohleland Saarland

Neunkirchen. In Bauershaus, wo vor rund 15 Jahren noch hunderte Bergleute einfuhren, um das schwarze Gold zu fördern, zählt die Kohle heute nur noch als Relikt der Vergangenheit. Hält man an den politischen Ausstiegsbeschlüssen fest, gilt dieses bald für das ganze einstige Kohleland Saarland. Beschlüsse, die es nach dem Fazit von SPD-Kreisvorsitzenden Rainer Tabillion zu überdenken gilt. "Der Rohstoff, den wir unter unseren Füßen haben, hat einen täglich steigenden Wert. Auf dieser Basis hat das Saarland eine hervorragende Perspektive."Eine Meinung, die die Landtagsabgeordnete Cornelia Hoffmann-Bethscheider teilt. Im Mittelpunkt der Bergbaukonferenz stand natürlich auch die derzeitige Situation des Bergwerkes Saar, die sich nach dem schlimmen Bergbaubeben vom 23. Februar und dem danach verhängten Abbaustopp mit Kurzarbeit, Kündigungen in den Bergbauzulieferindustrien und Versorgungsengpässen bei den saarländischen Kohlekraftwerken zeigt. Darum müssen nach Hoffmann-Bethscheider unverzüglich die Abbaugebiete Wahlschied Ost und West genehmigt werden. "Peter Müller hat lange das Ende des saarländischen Bergbaues herbeigesehnt. Nun, wo es fast soweit ist, zeigt sich, dass er weder Plan A noch Plan B in der Schublade hat". Darauf, dass eine schnellstmögliche Abbaugenehmigung erteilt werden müsse, verwies auch Jürgen Becker, Betriebsratsvorsitzender des Bergwerkes Saar. Nach Becker gilt es dringlichst das Abbaukonzept des Unternehmens DSK bis 2012 umzusetzen. "Dies gewährt die Sozialverträglichkeit im Bergbau und gibt den Kraftwerken und den Zulieferbetrieben Zeit."Zeit, die man nach Klaus Dieter Woll, Betriebsratsvorsitzender des Kraftwerkes Bexbach, dringend braucht. "Unsere Kraftwerke sind auf saarländische Kohle ausgerichtet."Auf die missliche Lage der Bergbauzulieferindustrie wies Norbert Fuchs, Betriebsratsvorsitzender bei Krummenauer Anlagenbau hin. Der Neunkircher Zulieferbetrieb sprach nach dem Abbaustopp im Februar betriebsbedingte Kündigungen aus. Für den DGB-Landesvorsitzenden Eugen Roth ist die Bergbaukrise eine existenzielle Frage für das ganze Saarland und nicht nur eine Krise einer vermeintlichen Altindustrie. Vernünftige Energiepolitik wird nach Neunkirchens Oberbürgermeister Friedrich Decker im Saarland seit Jahren nicht betrieben, "und das wäre dringend notwendig. Symptomatisch für unseren Zustand ist, dass man auf ehemaligen Industrieflächen heutzutage Freizeitparks errichtet." Rund 150 Besucher nahmen an der von Willi Kräuter, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes, moderierten Bergbaukonferenz teil.

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