Landkreis Neunkirchen Überdurchschnittlich viele Brandeinsätze im Kreis Neunkirchen

Kreis Neunkirchen · Katastrophenschutz steht ganz oben auf der Agenda: Landrat Sören Meng stellte aktuelle Planungen für den Kreis Neunkirchen vor.

Die Wehrführer und weitere Funktionsträger der Feuerwehr im Landkreis Neunkirchen bei der Vorstellung der aktuellen Planungen im Katastrophenschutz im Historischen Sitzungssaal.

Die Wehrführer und weitere Funktionsträger der Feuerwehr im Landkreis Neunkirchen bei der Vorstellung der aktuellen Planungen im Katastrophenschutz im Historischen Sitzungssaal.

Foto: Carolin Stauner

Um die aktuellen Planungen im Katastrophenschutz vorzustellen, hatte Landrat Sören Meng den Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und die Wehrführer mit weiteren Funktionsträgern der Feuerwehr im Landkreis Neunkirchen eingeladen. Ebenso waren der Landesbrandinspekteur Timo Meyer und der Vorsitzende des Feuerwehrbandes für den Landkreis Neunkirchen Horst Malter der Einladung des Landrates in den Historischen Sitzungssaal gefolgt, wie es in einer Pressemitteiung des Landkreises heißt.

„Der Katastrophenschutz ist eine Aufgabe, in der auch die Feuerwehr neben den anderen Hilfsdiensten eine wichtige Rolle spielt. Nicht zuletzt durch die Ereignisse im Ahrtal ist der Katastrophenschutz in besonderem Maße in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Allerdings hatten wir schon vor diesem dramatischen Ereignis die Weichen im Landkreis gestellt“, führte Meng aus.

Der Stabstellenleiter Katastrophenschutz Alexander Koch skizzierte in seinem Vortrag die Planungen des Kreises. Hier spiele, so Koch, auch die interkommunale Zusammenarbeit eine wichtige Rolle. „Wir müssen nicht in jedem Kreis alle möglichen Ausrüstungen und Fahrzeuge vorhalten. Allerdings werden wir mit dem Bau einer Lagerhalle für den Katastrophenschutz dafür sorgen, dass wichtiges Material wie beispielsweise eine Sandsackfüllmaschine oder ein Mobildeichsystem für Hochwasserereignisse vorgehalten werden“, führte Alexander Koch weiter aus. Derzeit sei der Gefahrenabwehrplan für den Landkreis Neunkirchen in Arbeit, die Ergebnisse werden in den nächsten Monaten erwartet. Rund 2,8 Millionen Euro für den Bau der Lagerhalle, die Beschaffung von Fahrzeugen und der Ausstattung für die Hilfskräfte sind in diesem Jahr vorgesehen.

Der Landesbrandinspekteur Timo Meyer lobte den Landkreis für sein Engagement im Bereich Katastrophenschutz und würdigte die Zusammenarbeit der Kreisverwaltung mit den Wehren. Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack ging in seinen Ausführungen auf die hohe Brandlast im Landkreis Neunkirchen ein. So gab es im Jahr 2022 insgesamt 426 Brandeinsätze und weit über 700 Einsätze im Bereich der technischen Hilfsleistung. Dies sei im Landesvergleich erneut ein sehr hoher Wert. Dem entgegen steht das Aufkommen aus der Feuerschutzsteuer. „Hier stimmt das Verhältnis zwischen den Einsätzen und dem Steueraufkommen leider nicht. So sind unsere Wehren langfristig unterfinanziert, denn die notwendigen Investitionen wie beispielsweise für eine neue Drehleiter sind enorm“, betonte Landrat Sören Meng.

Die Mitgliederzahlen der Feuerwehr sind mit rund 1360 stabil. Besonders erfreulich ist dabei, dass die Zahlen der Jugendwehr (519) und der Kinderwehr (89) deutlich gesteigert werden konnten, wie es abschließend heißt.

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