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JU Neunkirchen kritisiert OB Fried
Junge Union will Online-Plattform

Neunkirchen. Der Stadtverband Neunkirchen der Jungen Union kritisiert Oberbürgermeister Jürgen Fried (SPD). Der habe in seiner Grundsatzrede zur Digitalisierung den Online-Handel als ursächlich für den Umsatzrückgang des stationären Geschäfts ausgemacht. Er trage, so Fried, zur Verödung der Innenstädte bei.

Der Jungen Union ist diese Betrachtung zu einseitig. Vielmehr gelte es, die digitale Entwicklung als Chance zu begreifen. Zum Beispiel in der Verknüpfung von stationärem Service und Online-Dienstleistung. So gibt es mittlerweile in vielen Städten Einzelhändler, die Ihre Waren auch oder gar ausschließlich online anbieten und in ihrem Ladenlokal vorwiegend Serviceleistungen erbringen. „Künftig werden vor allem diejenigen Einzelhändler profitieren, die stationäre Angebote mit denen im Netz verknüpfen“, sagt JU-Chef Nils Meisberger und ergänzt: „Viele nutzen heute beides und sind online und offline beim Einkaufen unterwegs. Die Grenzen verfließen dabei zunehmend.“ Vor dem Hintergrund, dass es künftig eine viel stärkere Interaktion zwischen stationärem und Online-Handel geben wird, fordert der JU-Stadtverband ein Konzept für eine lokale Online-Plattform des Einzelhandels in Neunkirchen. Mit einer solchen Shopping-Plattform könnten Ressourcen zum Nutzen aller Einzelhändler in Neunkirchen gebündelt und ein breiterer Zugang zu deren lokalen Angeboten online organisiert werden, was letztendlich zur Stärkung stationärer Geschäfte beiträgt.