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Üble Stiche: Juckalarm: Hochsaison für die Mückenbrut

Üble Stiche : Juckalarm: Hochsaison für die Mückenbrut

Laut WHO sterben jährlich 725 000 Menschen auf Grund von Mückenstichen. Aber: In unseren Breiten sind die Tiere harmlos.

Aus einer Mücke einen Elefanten machen – aus gesundheitlichen Gründen wäre das gar nicht so verkehrt: Während durch die Dickhäuter jährlich etwa 100 Menschen zu Tode kommen, sterben auf Grund von Mückenstichen nach Angaben der WHO jedes Jahr 725 000 Menschen. Allerdings besteht in unseren Breitengraden kein Grund zur Panik.

Als ob der feuchte Sommer in Deutschland nicht schon ärgerlich genug wäre: Die Regenfälle wirken sich nicht nur negativ aufs Gemüt aus, sondern sind auch für zahlreiche juckende Hautreizungen verantwortlich. Wegen der Witterung hat derzeit die Mückenbrut Hochsaison. „30 und mehr Mückenstiche auf einem menschlichen Körper dürften momentan keine Seltenheit sein“, schätzt Heiko Raber vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Neunkirchen. „Die Stiche sind zwar in aller Regel ungefährlich, aber der Juckreiz kann Betroffene heftig plagen.“

Der Juckreiz entsteht durch den Speichel, den die Mücken unmittelbar nach dem Stechen absondern, um die Blutgerinnung zu verhindern und in Ruhe saugen zu können. Starke allergische Reaktionen auf Mückenstiche sind eher selten. Dass Menschen mit „süßem“ Blut Mücken anlocken, gehört ins Reich der Fabeln. Stattdessen lassen sich die kleinen Plagegeister von der Körperwärme und dem Geruch ihrer Opfer leiten. Sie bevorzugen Menschen, die weder besonders warm noch besonders kalt sind und lieben Schweißgeruch.

Eine Mücke saugt Blut aus dem Arm eines Mannes. Foto: picture alliance / Patrick Pleul/Patrick Pleul

 Hilfe bieten Mückenschutzmittel, Fliegengitter, Eispackungen oder Essigwasser, wenn es passiert ist. Der Juckreiz kann durch freiverkäufliche Salben oder Gels ebenso gelindert werden wie durch das Auflegen einer Zwiebelscheibe.