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Rallye: Irgendwo im Nirwana statt auf Platz fünf

Rallye : Irgendwo im Nirwana statt auf Platz fünf

Im Saisonfinale der Saarländischen Rallyemeisterschaft (SRM) ging das Sekundenduell zwischen Markus Löffelhardt (Neuenstein) und Björn Satorius (Bickenbach) in die vorerst letzte Runde. Bei der 22. Rallye Saar-Ost rund um Schiffweiler hatte am Samstag bei ungemütlicher Witterung erneut der Pilot aus dem schwäbisch-fränkischen Grenzland knapp die Nase vorne. Zuletzt lagen Löffelhardt und Beifahrerin Sarah Pfaff bei der Saarland-Rallye 1,5 Sekunden vor Satorius mit seiner saarländischen Co-Pilotin Lina Meter aus Nonnweiler. Diesmal waren es 2,1 Sekunden – aber auch nur, weil der zweitplatzierte Hesse eine Zehn-Sekunden-Strafe wegen Frühstarts erhielt: „Das ist wirklich frustrierend“, sagte Satorius, der sich ungerecht behandelt fühlte: „Wenn wir den Frühstart wirklich gemacht hätten, wäre das ja kein Problem, unser Onboard-Video zeigt etwas anderes.“ Doch die Entscheidung steht. Trotz der Siege auf vier von sechs Wertungsprüfungen (WP) bei der Saar-Ost musste Satorius mit Rang zwei Vorlieb nehmen.

Im Saisonfinale der saarländischen Rallyemeisterschaft ging das Sekundenduell zwischen Markus Löffelhardt (Neuenstein) und Björn Satorius (Bickenbach) in seine vorerst letzte Runde. Bei der Rallye Saar-Ost rund um Schiffweiler hatte am Samstag bei ungemütlicher Witterung erneut Löfflhardt knapp die Nase vorne. Bereits bei der Saarland-Rallye war er 1,5 Sekunden vor Satorius und dessen saarländischer Co-Pilotin Lina Meter (Nonnweiler) im Ziel.

Diesmal waren es 2,1 Sekunden – aber auch nur, weil der zweitplatzierte Hesse eine Zehn-Sekunden-Strafe wegen Frühstarts erhielt: „Das ist wirklich frustrierend“, sagte Satorius, der sich ungerecht behandelt fühlte: „Wenn wir den Frühstart wirklich gemacht hätten, wäre das ja kein Problem, unser Onboard-Video zeigt etwas anderes.“ Doch die Entscheidung steht. Trotz der Bestzeiten auf vier von sechs Wertungsprüfungen (WP) musste Satorius mit Rang zwei Vorlieb nehmen.

Das alles dürfte den neuen Saarlandmeister kaum interessiert haben: Kai Stumpf aus Holz hatte den Titelgewinn schon vor dem letzten Lauf in der Tasche. In Schiffweiler tauschte er sein Meisterauto, den in die Jahre gekommenen BMW, gegen einen Mitsubishi Lancer Evo IX, den ihm Rallye-Kollege Michael Bieg als Titel-Geschenk geliehen hatte. „Es war absolut geil – und das Ergebnis ist mit Platz fünf besser als erwartet“, sagte Stumpf zum Ritt im viel stärker motorisierten Gefährt, mit dem eine heile Rückkehr oberstes Gebot war: „Mit dem Allradler hat man viel mehr Traktion, das ist längst nicht so anstrengend wie im BMW. Ich bin natürlich ein wenig dosierter gefahren“, ergänzte der neue Champion, der sich mit Beifahrer Martin Brach (Lebach-Landsweiler) über die knapp 35 Wertungskilometer stetig steigerte.

Beste Saarländer bei der Saar-Ost waren die Marpinger Steven Gisch und Co-Pilotin Julia Kohler auf Rang drei. „Ich bin generell zufrieden. Ich schätze, heute hat jeder so seine Probleme gehabt. Wir wurden auf den Rundkursen häufiger durch andere Autos aufgehalten. Insgesamt war es aber wieder eine schöne Veranstaltung“, sagte der Mitsubishi-Pilot. Das fand auch die Beifahrerin und Freundin: „Mein Schätzchen fährt sowieso immer gut“, sagte Kohler mit einem Lächeln.

Dagegen war Lokalmatador Uwe Gropp nicht nach Lachen zumute. Er bekam für einen Fahrfehler auf WP3, als er rechts statt links an einer Pylone vorbeifuhr und erst vorm Zielabschnitt auf die eigentlich zu absolvierende Strecke zurückkehrte, eine satte Strafzeit aufgebrummt. „Ich habe einen kleinen Fehler gemacht, die Fünf-Minuten-Strafe ist äußerst fragwürdig. So bin ich jetzt irgendwo im Nirwana gelandet statt auf Rang fünf“, ärgerte sich Gropp. „Das tut mir leid für ihn, aber so sind die Regeln“, sagte Rallyeleiter Lars Vogt, der sonst eine reibungslose Veranstaltung sah.

Dazu trugen nach der Absage der Saar-Ost zum eigentlichen Termin (wir berichteten) auch Gropp und das Helferteam von Mitveranstalter MSC Schiffweiler bei. „Der Stamm, der sich um die Orga kümmert, geht jetzt aber ziemlich auf dem Zahnfleisch. Das war mit das intensivste Jahr“, verriet Gropp, der auch Geschäftsführer des MSC ist.