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Interview über Fastnacht mit Karl Albert vom NKA Neunkirchen

Was wäre die Fastnacht ohne Dialekt? : Wenn „Es“ gradselääds e Gickl hat

Fastnacht ohne Mundart? Das ist wie Faasekichelcha ohne Marmelad. Kaum eine Büttenrede wird im Saarland in Hochdeutsch gehalten, ohne den Dialekt wäre die Fastnacht nur halb so schön, findet der Präsident des Neunkircher Karnevalsausschusses, Karl Albert.

Und warum funktioniert der Dialekt gerade in der Fastnacht so gut? „Das Geheimnis ist: Fastnacht ist Pflege des Brauchtums und dazu gehört eben auch die Mundart“, erklärt Albert. Er sieht durchaus eine Parallele zum Volkstheater, das ebenfalls besser über Mundart funktioniere.

Seine Lieblingsausdrücke sind übrigens grad selääds, de Flatschniggel oder der Zewekriwweler für einen ungepflegten Zeitgenossen. Begeistert ist Karl Albert von der so einfachen wie genialen Ansprache für das weibliche Geschlecht, „Es“. Ein Ausdruck sei leider fast vergessen, „er/sie hat e Gickl“. Wenn sich jemand für was Besseres hält.