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Warum der LfS hinter Ottweiler arbeitet und auf ein paar Metern der Bahnhofsbrücke in Neunkirchen nicht
Landesbetrieb für Straßenbau erklärt Arbeiten im Landkreis

Kreis Neunkirchen. SZ-Leser wundern sich über Sanierungen am Neunkircher Hauptbahnhof und auf der B 41 zwischen Ottweiler und St. Wendel. Von Michael Beer

Was auf den Straßen passiert, dazu haben die Menschen ein waches Auge. Zwei Leser-Reporter haben sich mit ihren Beobachtungen an die SZ gewandt. Es um die Brücke am Neunkircher Hauptbahnhof und um die B 41 zwischen Ottweiler und St. Wendel.


Die B 41 wird derzeit von St. Wendel in Fahrtrichtung Ottweiler auf einem kilometerlangen Stück saniert. Die Baustelle reicht von Niederlinxweiler bis an Ottweiler heran. Dabei sah die B 41 gar nicht so schlecht aus, wie ein SZ-Leser findet. Klaus Kosok vom Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) erläutert dazu: „Die letzte flächendeckende Sanierung der B 41 zwischen Ottweiler und Niederlinxweiler liegt rund 15 Jahre zurück. Im Zuge der aktuellen Maßnahme erneuern wir die beiden oberen Asphaltschichten.“ Die alte Fahrbahn wies an der Oberfläche poröse Stellen und Risse auf, die im Vorbeifahren nur schwer erkennbar waren, so Kosok weiter. Dennoch seien sie erste Anzeichen für Schlaglöcher, die sich im Winter bei stetem Wechsel von Frost und Tauwetter bildeten. Die Straße habe eine tägliche Verkehrsbelastung von 12 400 Fahrzeugen. Schwerlastanteil 4,6 Prozent. Kosok: „Dadurch hatten sich zudem Spurrinnen gebildet, die wegen mangelndem Längsgefälle Aquaplaning begünstigen.“ Die aktuelle Sanierung diene zum einen der Vorbeugung vor weitergehenden und dann teurer zu behebenden Schäden, zum anderen der Verkehrssicherheit.

Auch zu einer Beobachtung in Neunkirchen äußert sich der Pressesprecher. Der Landesbetrieb hatte im Sommer rund um den Kreuzungsbereich Gustav-Regler-Straße/Peter-Neuberallee/Lindenallee eine Runderneuerung des Straßenbildes gemacht. In der Gustav-Regler-Straße führten die Sanierungsarbeiten bis ins obere Teil der Bahnhofstraße und auf die Brücke beim Bahnhof. Allerdings just vor der Ampel in Richtung Kuchenbergstraße endete der neue Asphalt vor zwei Bodenwellen. Dies sah für unseren Leser nach einem Schildbürgerstreich aus. Klaus Kosok dazu: „Wir müssen hier zwischen der reinen Straßenbaumaßnahme und der Brückenunterhaltung unterscheiden.“ Die Brückentruppe habe sich bemüht, im Rahmen der  Straßenbaumaßnahme auch die Fahrbahnschäden auf der Brücke zu beseitigen. In Richtung Stadt sei dies gelungen, aufgrund der Verkehrssicherung sei es aber nicht möglich gewesen, die Fahrspuren Richtung Kuchenberg zu bearbeiten. Wegen der Sperrung des Plättchesdohle habe der LfS darauf verzichtet, weitere Beeinträchtigungen zu verursachen. Kosok: „Die Schäden werden, wenn es das Wetter zulässt, noch in 2018, ansonsten im Frühjahr 2019 abgearbeitet.“