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Lebenshilfe-Künstler stellen aus
In Wiebelskirchen „mit offenen Augen sehen“

Beim Rundgang durch die Ausstellung: Thomas Latz, Geschäftsführer der Lebenshilfe Neunkirchen, Pfarrer Markus Krastl und Gabi Kurz, Mitarbeiterin der Galerie Farbtupfer.
Beim Rundgang durch die Ausstellung: Thomas Latz, Geschäftsführer der Lebenshilfe Neunkirchen, Pfarrer Markus Krastl und Gabi Kurz, Mitarbeiterin der Galerie Farbtupfer. FOTO: Lebenshilfe Neunkirchen/Christine Schäfer
Wiebelskirchen. Eine Ausstellung in der Wiebelskircher Dreifaltigkeitskirche zeigt Bilder von Künstlern der Lebenshilfe.

Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Einrichtungen der Lebenshilfe Neunkirchen stellen unter dem Motto „Mit offenen Augen sehen“ noch bis 23. Juli ihre Werke in der Dreifaltigkeitskirche Wiebelskirchen aus. Sie zeigen ihre Werke im Rahmen der Fatima-Wallfahrt, die auch Barrierefreiheit als Thema hat.


Nur wenn Menschen mit offenen Augen hinschauen und mit offenen Ohren hören, gebe es die Chance für ein offenes Miteinander, betonte Pfarrer Markus Krastl bei der Vernissage. Der Pfarrer hatte die Lebenshilfe-Künstler eingeladen, ihre Werke im Rahmen der Fatima Wallfahrt zu präsentieren. Andersartigkeit sei eine Bereicherung, erklärte Thomas Latz, der Geschäftsführer der Lebenshilfe Neunkirchen. Er erinnerte daran, dass der Wallfahrtstag unter dem Motto der Barrierefreiheit stehe. Die eigentlichen Barrieren befänden sich häufig in den Köpfen der Menschen. Der Lebenshilfe-Geschäftsführer rief zur Wachsamkeit auf, da wieder mehr Stimmen laut würden, die Fremdenfeindlichkeit oder Vorurteile gegen Menschen mit Behinderung schürten. Latz erinnerte an ein gemeinsames Projekt der Galerie Farbtupfer, einer von der Lebenshilfe Neunkirchen getragenen Einrichtung mit Firmlingen der katholischen Kirchengemeinde Spiesen, bei der Markus Krastl damals als Kooperator gearbeitet hatte. Ein solches Projekt sei gelebte Inklusion.

Gabi Kurz, Mitarbeiterin der Galerie Farbtupfer, erläuterte die Bilder, die Geborgenheit, Sanftmut und Frieden ausstrahlten. Die meisten Bilder zeigten Maria, die nach den Worten der Lebenshilfe-Künstler ein guter Mensch gewesen sei. Die Band „RockCrash“ des Werkstattzentrums für behinderte Menschen der Lebenshilfe machte Musik. Zahlreiche Besucher der Vernissage nutzten die Gelegenheit, um mit den Lebenshilfekünstlern ins Gespräch zu kommen und sich von diesen ihre Werke erläutern zu lassen. Zu den Gästen zählte auch Norbert Puhl, der Ehrenvorsitzende der Lebenshilfe Kreisvereinigung Neunkirchen.