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Im Zoo Neunkirchen gibt es ein Orang-Utan-Baby

Nachwuchs im Zoo : Orang-Utan-Baby im Neunkircher Zoo geboren

Bereits am 7. Januar erblickte das zweite Kind von Struppi das Licht der Welt.

Neunkirchen Es ist noch nicht allzu lange her, da hatte es Neunkirchens Zoodirektor Norbert Fritsch gegenüber der SZ bereits angedeutet: Es stehe wohl neben den üblichen Frühjahrsgeburten auch noch eine besondere Geburt an. Und nun wurde die Vermutung offiziell bestätigt: Die besondere Geburt fand bei den Orang-Utans statt. Und zwar bereits am 7. Januar gegen 17 Uhr, wie der Zoo jetzt mitteilt. Der hat es sich mittlerweile zur Gewohnheit gemacht, erst einige Tage zuzuwarten, bis eine Geburt gemeldet wird, solange, bis man sicher ist, das alles gut gegangen ist. Mutter des Orang-Utan-Babys ist die fast 16-jährige Struppi. Es ist nach Surya ihr zweites Kind, dieses Mal ein Sohn. Die erstgeborene Tochter ist mittlerweile in Leipzig im Pongoland, dahin kam sie im Sommer vergangenen Jahres. Vater des Neugeborenen ist der ebenfalls 16-jährige Lucu.

Sowohl Mutter als auch Säugling sind laut Zoo wohlauf. Nach etwa 250 Tagen Tragezeit konnten die Zootierpflegerinnen Sue Scharowski und Ramona Ankner Zeuge der Niederkunft Struppis werden. Ganz ohne menschliches Zutun, entspannt und problemlos sei die Geburt von statten gegangen. Von außen durch die Scheibe des Neunkircher Affenhauses war die Geburt gut beobachtbar. Die Mutter, so der Zoo, zeigt sich liebevoll und entspannt und auch der Vater ist gelassen.

Foto: Zoo/Heribert Brendel

Vom Sumatra-Orang-Utan, der auf der roten Liste der IUCN als ‚vom Aussterben bedroht‘ geführt wird, finden sich in seinem ursprünglichen Lebensraum, den tropischen Regenwäldern der Insel Sumatra, nur noch circa 13.800 Individuen.

Foto: Zoo/Heribert Brendel

Auch in europäischen Zoos werden sie mit ungefähr 150 Tieren im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) vergleichsweise selten gehalten, was jeden einzelnen Zuchterfolg sehr wichtig macht. Auch im Neunkircher Zoo ist natürlich die Freude über solch seltenen Nachwuchs, der zudem als Logotier des Zoos fungiert, riesengroß.

Auch Tante Rezeki und Cousine Nanti haben das neue Familienmitglied schon ausführlich beäugt, Struppi ist allerdings noch nicht gewillt, Nanti mit ihrem frischen Schützling spielen zu lassen – dafür wird in einigen Monaten, wenn der kleine Mann beginnt, sich nach und nach von seiner Mutter zu lösen und zu entfernen, genügend Zeit sein.

Besucher können ihn mit ein wenig Glück aber in Struppis Fell hängend beobachten. Die Tiere haben laut Zoo ständig die Möglichkeit, sich in rückwärtige, für Besucher nicht einsehbare Bereiche zurück zu ziehen.