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Handball
Illtal leitet die heiße Phase des Jahres ein

Eppelborn. Die Gebrüder Grimm stellten Schneewittchen auf ihrer Reise sieben Zwerge zur Seite. Sieben metaphorische Brücken musste einst die Figur im bekanntesten Lied der DDR-Rockband Karat überqueren. Und sieben waren es, die besonders glorreich in einer bekannten Bewegtbild-Collage des US-Filmemachers John Sturges aus dem Jahre 1960 zu finden waren. Von Lucas Jost

Neben der drei und der zwölf kam der Zahl sieben in vielerlei Hinsicht schon immer eine besondere Bedeutung zu. Und nun kollidieren ganz profane, sportliche Gegebenheiten mit ihr: Sieben schwere Aufgaben stehen den Handballfreunden Illtal an den kommenden sieben Wochenenden bevor. Oder, um es ein wenig greifbarer auszudrücken: Im Jahres-Endspurt der Handball-Oberliga ist der Tabellensiebte aus dem Saarland bis zur Weihnachtspause wöchentlich gefordert. Eine Erholungs-Pause gibt es nicht mehr. „Wir stehen nicht dort, wo wir vom Niveau her stehen könnten. Aber wir haben schon viele starke Gegner hinter uns, sodass wir jetzt auf jeden Fall positiv in die Zukunft blicken. Gerade für die Heimspiele sind wir positiv gestimmt“, meint der rechte Rückraum Tom Ihl.


Den Auftakt in die Schlussphase macht das Heimspiel am kommenden Sonntag um 18 Uhr gegen den TV Offenbach. Offenbach, erst zur letzten Saison aufgestiegen, ist aktuell die Überraschungsmannschaft der Oberliga und belegt mit 12:4 Punkten den dritten Platz. Erst am Samstag besiegte der TVO die HSG Völklingen 24:21. „Sie stehen punktemäßig gut da. Sie werden keinen spektakulären Handball spielen und haben keinen überragenden Spieler, der mal zehn Buden schießt. Aber sind einfach im Gesamten konstant“, verrät der Linkshänder über den kommenden Gegner.

Mit einem Erfolg könnte Illtal den Grundstein für eine Serie starten, die seinen Verein bis zur Winterpause in die Spitzengruppe bringen könnte. So war es in den vergangenen Jahren, so soll es sich auch dieses Mal wiederholen. Während die Gäste am Donnerstag noch bei den Sportfreunden Budenheim auflaufen müssen, kann Illtal ausgeruht in das zehnte Saisonspiel gehen: „Von der Körpergröße vielleicht nicht, aber was die Fitness angeht sind wir einigen Gegnern bestimmt überlegen“, sagt der 18-Jährige, schnauft durch und erörtert: „sodass wir in den letzten zehn Minuten Gegenstöße laufen und verteidigen könnten. Wie gegen Bingen.“