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Zum 80. Geburtstag des Schwimmbades Sonnenborngab es viel Programm

Blick in die Geschichte : Kunterbunte Geburtstags-Parade

Zum 80. Geburtstag des Schwimmbades Sonnenborngab es viel Programm. König: andere Gemeinden am Badbetrieb beteiligen.

Mit einer zweitägigen, rauschenden Schwimmbadparty haben die Illinger am Wochenende das 80-jährige Bestehen ihres Freibades im Bamster Wald gefeiert. Junge und ältere Besucher strömten ins Freibad Sonnenborn. Wasserspiele, Kinderschminken, eine Disco im Schwimmbad, ein rot weißer Aufgalopp der kompletten Bäderabteilung der Gemeinde mit Bürgermeister Armin König an der Spitze, und der große Familienbadetag am Samstag bei freiem Eintritt, bildeten den ausgelassenen und angemessenen Rahmen für das Jubiläum.

Zu den offiziellen Feierlichkeiten begrüßte König die vielen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur an der „Playa del Uchtel, einem sommerlichen Filialstrand meiner winterlichen Lieblingsinsel Gran Canaria“. Schöner als im Uchtelfanger Freibad könne ein Urlaub zuhause gar nicht verlaufen, meinte König.

80 Jahre Freibad bedeute aber auch, sich die Zeit zu vergegenwärtigen, in der das Bad gebaut wurde, nämlich nur wenige Wochen vor dem Überfall der Deutschen auf Polen und dem damit verbundenen Beginn des Zweiten Weltkrieges. Alleine der Name „Sonnenborn“, so König weiter, lasse schon auf die historischen Umstände schließen.

König ging in seiner Rede auf die abwechslungsreiche und andekdotenreiche Geschichte des Freibades am Wald ein. Er erinnerte an den Bau des neuen Edelstahlbeckens, das eine Firma zum „Dumpingpreis“ angeboten hatte. Dieses Unternehmen ging dann pleite, ein Gerichtsvollzieher wollte die Stahlbleche konfiszieren. Aber die waren auf einmal verschwunden, erzählte König. Und als ein neuer Edelstahlschwimmbadbeckenbauer gefunden war, tauchten plötzlich, wie im Märchen, die wertvollen Bleche wieder auf.

Mit den Besucherzahlen in diesem Jahr sind die Verantwortlichen bei der Gemeinde Illingen zufrieden, wenngleich es wohl kein Rekordjahr werden wird mit den 60 000 Besuchern vor einigen Jahren. Die aktuelle Zahl gibt König mit knapp 37 000 Besuchern an.

Aus einem Dutzend Gemeinden kommen Badegäste nach Uchtelfangen. Da wäre es „doch eigentlich recht und billig“, so König, dass auch andere Gemeinden sich am Betrieb des Bades beteiligten. Über ein landesweites Bäderkonzept müsse dringend entschieden werden, so der Verwaltungschef, „und nicht nur immer geredet, Herr Sportminister“, so König Richtung Minister Klaus Bouillon weiter. Es gehe um nichts weniger als um den Erhalt und Bestand der Schwimmbäder – nicht nur in Uchtelfangen.