Zehn Jahre Tafel Illingen: ein Zeichen der Solidarität

Illingen ehrt : Seit zehn Jahren Zeichen der Solidarität

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Illinger Tafel gab es viele Dankesworte.

„Dass Menschen die Leistungen der Tafeln in Anspruch nehmen, zeigt deutlich, dass es vielen Haushalten in Deutschland an ausreichendem Einkommen fehlt“, sagte Diakoniepfarrer Udo Blank anlässlich eines Empfangs zum zehnjährigen Bestehen der Tafel Illingen. „Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die Geschäfte, die Spender – sie alle stehen für ein mitfühlendes Deutschland, für Solidarität statt Ausgrenzung.“

In seinem Grußwort würdigte Blank die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Illingen, dem Caritasverband Schaumberg-Blies und der evangelischen Kirchengemeinde Uchtelfangen. Seit der Eröffnung 2009 sei besonders die Gemeinde „treibender Motor“. Bürgermeister Armin König sowie seine Mitarbeiterinnen Cordula Ogrizek und Elke Schleppi setzten sich engagiert für die Tafel ein, sagte Blank. Schleppi ist zudem Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen und hält einmal im Monat eine Sozialsprechstunde in den Räumlichkeiten der Tafel. Und so unterstreicht König: „Jeder gibt, was er kann. Die Tafel leistet dabei Unterstützung auf Augenhöhe für Bürger unserer Gemeinde. Niemand muss sich schämen, dass er zur Tafel geht.“

Blank dankte den 29 ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die sich Woche für Woche für die Tafel mit großem Einsatz engagieren: „Mit diesem Einsatz setzen sie hier in Illingen ganz starke Zeichen. Ein Zeichen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln, für Nachhaltigkeit, ein Zeichen der Solidarität mit den Armen und ein Zeichen für ein großes bürgerschaftliches Engagement.“ Alle Ehrenamtlichen erhielten eine Urkunde für ihr Engagement. Vier von Ihnen, die von der ersten Stunde an dabei sind, hoben Blank und König besonders hervor: Irmgard Six, Gertrud Kleesen, Helga Becker-Lentini und Edna Christiaens. „Ich engagiere mich seit zehn Jahren gerne bei der Tafel. Wir sind ein gutes Team, es haben sich viele Freundschaften gebildet“, erzählt Edna Christiaens. Sie ist verantwortlich für die Dienstpläne und die Kasse. Während der Ausgabe führe sie auch gerne Gespräche mit den Kunden, versuche aber auch, das Gehörte nicht zu nah an sich ran zu lassen, so die Siebzigjährige.

Die Illinger Tafel besteht seit 2009 als Dependance der Neunkirchen Tafel und wird gemeinsam von der Diakonie Saar und dem Caritasverband Schaumberg-Blies in Kooperation mit der Kommune Illingen betrieben.

Das Angebot der Illinger Tafel-Dependance nehmen aktuell rund 340 Menschen, davon etwa 160 Kinder wahr. Von Beginn an stellt die Evangelische Kirchengemeinde ihr ehemaliges Gemeindezentrum in Hosterhof (Brückenfeld 18) zur Verfügung. Die Illinger Tafel ist mittwochs geöffnet.

Um den Betrieb aufrechterhalten zu können, ist die Tafel auch auf Geldspenden angewiesen: Spendenkonto Vereinigte Volksbank eG, IBAN DE76 5909 2000 7171 7100 00, BIC GENODE51SB2, Kennwort Illinger Tafel.

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