| 20:25 Uhr

Handball
Zebras in die Höhle der Zweibrücker Löwen

Eppelborn. Es verspricht, ein wahrer Handball-Leckerbissen zu werden. Diesen Samstag treffen in der Westpfalzhalle in Zweibrücken der SV 64 Zweibrücken und die Handballfreunde Illtal aufeinander. Zwar ist es kein „echtes“ Saarland-Derby, Derby-Charakter hat die Partie zwischen den Handballfreunden Illtal und dem SV 64 Zweibrücken zweifelsfrei. Unzählige Male standen sich die beiden Mannschaften gegenüber, zählen sie doch seit Jahren zu den besten Klubs der Region. Zuletzt am 6. Januar im Halbfinale des Saarlandpokals. Dort gewann der SV in 40 Minuten Spielzeit mit 21:19. An die Leistungsgrenze gingen beide nicht. Am Samstag wird das anders sein. Von Lucas Jost

Es verspricht, ein wahrer Handball-Leckerbissen zu werden. Diesen Samstag treffen in der Westpfalzhalle in Zweibrücken der SV 64 Zweibrücken und die Handballfreunde Illtal aufeinander. Zwar ist es kein „echtes“ Saarland-Derby, Derby-Charakter hat die Partie zwischen den Handballfreunden Illtal und dem SV 64 Zweibrücken zweifelsfrei. Unzählige Male standen sich die beiden Mannschaften gegenüber, zählen sie doch seit Jahren zu den besten Klubs der Region. Zuletzt am 6. Januar im Halbfinale des Saarlandpokals. Dort gewann der SV in 40 Minuten Spielzeit mit 21:19. An die Leistungsgrenze gingen beide nicht. Am Samstag wird das anders sein.


Die Oberliga-Saison hat gerade erst die Hälfte passiert, Illtal hat als Zweiter noch alle Chancen auf den Meistertitel und den damit verbundenen Aufstieg. Und der SV muss als Vierter seine Chancen auf den Sprung nach weiter vorne auch noch nicht ganz begraben. Dafür kann noch zu viel passieren. Außerdem ist ein Sieg in dieser Partie eine Frage der Ehre. Für einen Illtaler ist das Aufeinandertreffen am Samstag die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Patrick Bach trägt seit ein paar Wochen den Dress der Zebras und spielte vorher, ehe ihn eine Verletzung lange außer Gefecht setzte, bei den Zweibrücker Löwen. „Die Mannschaft hat mich gut aufgenommen, gut empfangen. Es macht mir wieder Spaß, Handball zu spielen“, sagt er. Der Kreisläufer verstärkt den Illtaler Mittelblock und entlastet Pascal Meisberger, der bis dato alleine auf dieser Position spielte.

Die Partie am Samstag ist für beide Vereine ein erster Höhepunkt der Rückrunde und für beide gleichzeitig eins der schwersten Spiele dieser. „Ich würde sagen ja, auf jeden Fall. Die Emotionen, die in der Halle sind, werden auch wegen dem Wechsel sehr besonders sein. Zweibrücken wird eine richtig gute Einstellung zeigen.“ Doch es ist nicht nur das Duell zweier unterschiedlicher Wappentiere und ewiger Rivalen. Sondern auch ein Duell verschiedener Spielphilosophien. Schnellen Handball spielen beide Mannschaften über 60 Minuten, aber „sie haben eher schnelle, wendige Spieler als die überragenden Rückraumschützen“, verrät Bach. Aus einer Distanz von neun oder mehr Metern zum Tor hat Illtal hingegen zweifelsfrei eine der gefährlichsten Rückraum-Achsen der Liga, bestehend aus Christoph Holz, Niklas Kiefer und Marcel Becker. Zweibrücken muss die Wege der „Shooter“ unter Leitung ihres Abwehrchefs Benjamin Zellmer permanent stören. Ihrerseits setzen die Löwen auf permanenten, pausenlosen Druck in die Tiefe, um die zweitbeste Abwehr der Liga auseinanderzureißen. Und dem müssen die Zebras erst einmal standhalten.



Übrigens, beim 27:24-Erfolg im Hinspiel behielten die Zebras auch dank ihres Torhüters Robin Näckel die Nase vorn, der einen überragenden Tag erwischt hatte. Vielleicht spielen er oder Alexander Dörr ja auch vor fremdem Publikum das Zünglein an der Waage.