| 20:48 Uhr

Festival in Wustweiler
Wustock-Konzept geht auch diesmal auf

Beim Wustock Naturquiz war Wissen rund um Flora und Fauna gefragt, hier rätselt Teilnehmer Zoe Westertiger.
Beim Wustock Naturquiz war Wissen rund um Flora und Fauna gefragt, hier rätselt Teilnehmer Zoe Westertiger. FOTO: Maria Boewen-Dörr
Wustweiler . 19 Bands spielten beim Benefiz-Festival Wustock für die gute Sache. Das Musikfestival bot auch ein spannendes Programm für Kinder. Von Maria Boewen-Dörr

Wustock ist noch lange nicht in die Jahre gekommen, auch wenn es bereits die 15. Auflage des Benefiz-Festivals war, die am Wochenende in Wustweiler gefeiert wurde. Immer wieder aufs Neue finden sich viele freiwillige Helfer, die nicht nur an den drei Festtagen pausenlos im Einsatz sind. Hier geht es nicht nur darum, Musik zu erleben. Mit dem Erlös der Veranstaltung werden Vereine und Verbände bedacht, „die unsere Hilfe brauchen“, sagt Werner Biehler vom Wustock-Team. Über 200 000 Euro spendeten die ehrenamtlich Engagierten bereits an gemeinnützige Organisationen. Das wäre nicht möglich, wenn es nicht die vielen Bandformationen gäbe, die sich bereit erklären, ohne Gage an den drei Festtagen aufzutreten.


Interessantes bei dem Festival gab es auch für die Kinder: Guido Geisen begeisterte sie mit seiner Naturwerkstatt. Während Musik die Gäste unterhielt, bastelte der Nachwuchs Wurzelgeister, Mobiles, Musikinstrumente, Insektenhotels aus Naturmaterialien.

Helmut Jochem verteilte an die Gewinner seines eigen kreierten Naturquiz’ über 100 Preise. Er informierte den Nachwuchs an Stellwänden über Tiere und Pflanzen am Wasser, im Wald, in Wiesen und im Garten, über Schmetterlinge, Spinnen und Insekten.



Auch Kinderschminken gehörte zum Angebot, ebenso eine Hüpfburg.

Mit dabei war auch wieder Frank Pelkowski von Pelkotex, der die Wustock-T-Shirts mittels Siebdruck herstellte. Den Reinerlös stellt er den Wustockern zur Verfügung.

Motto von Wustock in diesem Jahr war der prägende Satz „Wo das Wir wirkt.“ Bürgermeister Armin König, der nach den Salutschüssen der Böllerschützen das Fest eröffnete, gefällt das Motto. Denn wo das Wir wirke, funktioniere Demokratie und Ehrenamt und Fake-News hätten keine Chance. Das Engagement der Beteiligten sei seit Jahren legendär, Ideenreichtum und das Durchhaltevermögen der Orga-Leitung sei beispielhaft. Was die Spenden anbelange, bewegten sich die Wustocker auf einem sehr hohen Niveau. Außerdem gehöre die „handgemachte“ Musik zu den großen Stärken von Wustock.

Das wissen auch die Gäste zu schätzen, die mit sehr anspruchsvoller Musik aus den Sparten Rock, Jazz, Klassik, Big Sound und Swing wieder vielseitige Gelegenheiten hatten. Insgesamt 19 Formationen wechselten sich auf der Bühne ab und musizierten vor und in der Seelbachhalle.

Den Auftakt machten Blue for you mit einer musikalischen Botschaft der britischen Band Status Quo. Zum Abschluss spielten die Zirbelknechte, natürlich mit den beiden Protagonisten der Band und Mitgründer von Wustock, Stefan Biehl und Rüdiger Ulrich. Ortsvorsteher Knut Kirsch ist stolz auf dieses Festival. „Es ist immer wieder erstaunlich, was das Wustock-Team jedes Mal auf die Beine stellt. Die vielen Gruppen einzuladen ist das eine, dass sie alle bereit sind, umsonst mitzumachen, zeugt von einer beispielhaften Solidarität für diejenigen, die sich für kranke und benachteiligte Menschen einsetzen“, fasste Ortsvorsteher Kirsch  zusammen.

Den Erlös, der bei Festivalende noch nicht feststand, verteilen die Wustock-Verantwortlichen an die Organisationen IBSA (Initiative zur Betreuung Schwerstkranker und ihrer Angehörigen), an die Gruppe Saar-Pfalz von Mukoviszidose  und an das ASB-Projekt „Der Wünschewagen.“