Wenn Schüler Sanitäter werden

Illingen. In einem zweitägigen Lehrgang wurden an der ERS Illingen 14 Jungen und Mädchen der Klassenstufe sieben zu Schulsanitätern ausgebildet

Illingen. In einem zweitägigen Lehrgang wurden an der ERS Illingen 14 Jungen und Mädchen der Klassenstufe sieben zu Schulsanitätern ausgebildet. Die dafür notwendigen Erste-Hilfe-Kenntnisse vermittelten, wie die Schule mitteilt, ihnen der Ausbilder des Roten Kreuzes Mike Mittenbühler, unterstützt vom Rettungsassistenten Helmut Schäfer und dem Koordinator der Schulsanitäter im Landkreis Neunkirchen, Jürgen Ehm. Ein Schüler ist umgeknickt, einem anderen blutet die Nase oder er hat eine Platzwunde an der Stirn. An der ERS Illingen gibt es in solchen Fällen sofort Hilfe, denn die Schule verfügt schon seit zwei Jahren über einen gut funktionierenden Schulsanitätsdienst, wie es in der Pressemitteilung heißt. In jeder Pause sind zwei Freiwillige im Einsatz, um bei Bedarf sofort eingreifen zu können. Durch die neuen Sanitäter hat sich die Zahl der Ersthelfer jetzt auf 40 erhöht. Um ihren verletzten oder kranken Mitschülern schnell helfen zu können, absolvierten sie einen Erste-Hilfe-Kurs, in dessen Mittelpunkt einfache Rettungsgriffe, die stabile Seitenlage, das Anlegen von Verbänden und das Üben des Transportes mit einer Trage standen. Die Jungen und Mädchen sollen im Ernstfall schnell die Situation erkennen, den Verletzten beruhigen, geeignete Sofortmaßnahmen ergreifen und gegebenenfalls einen Notruf absetzen. Da Hilfe oft auch an Wandertagen und bei Schulfesten nötig ist, sei es sehr erfreulich, dass man nun auf eine so große Zahl von ausgebildeten Ersthelfern zurückgreifen kann, so das Fazit der Schulleitung. Diese kümmern sich auch um die Instandhaltung des schuleigenen Sanitätsraumes und um die Unfallverhütung. "Mit dem Schulsanitätsdienst wollen wir an unserer Schule die Erste-Hilfe-Versorgung ergänzen, aber auch Hilfsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein der Schüler fördern", sagte Schulleiter Klaus-Peter Rothbart bei der Übergabe der Urkunden an die jungen Leute. Hans Buchholz, Leiter des Jugendrotkreuzes Illingen, überreichte Warnwesten und eine Sanitätstasche mit Verbandsmaterial und Erste-Hilfe-Zubehör, damit die Jungen und Mädchen gut ausgestattet ihren Dienst verrichten können. red

Auf einen BlickUnter Erster Hilfe versteht man von jedermann durchzuführende Maßnahmen, um menschliches Leben zu retten, bedrohende Gefahren oder Gesundheitsstörungen bis zum Eintreffen professioneller Hilfe (Arzt, Rettungsdienst) abzuwenden oder zu mildern. Dazu gehört insbesondere das Absetzen eines Notrufs, die Absicherung der Unfallstelle und die Betreuung der Verletzten. Quelle: Wikipedia

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