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Wenn getarnte K.o.-Tropfen die Zielperson verfehlen

Wenn getarnte K.o.-Tropfen die Zielperson verfehlen

In der Komödie „Oje, schon wieder eine Leiche“ richten die K.o.-Tropfen eines kriminellen Duos viel Ärger an. Die Akteure des Illinger Theatervereins führten jetzt das Stück auf – und ließen kein zusehendes Auge trocken.

"Oje, schon wieder eine Leiche". Der Titel der Kriminalkomödie von Brigitte Wiese und Patrick Stebler versprach viel Blut, Mord und Totschlag und Leichen auf der Bühne der Illinger Illipse. "Ihr siehn kään Blut fließe, awwa fließe tun Träne, onn zwar Träne vor lache", beruhigte der Vorsitzende des Illinger Theatervereins, Jens Lenhoff, die Besucher der Herbstaufführung der Illinger Mundartbühne bei seiner Ansage.

Lenhoff hatte nicht zu viel versprochen. Das turbulente Bühnenspektakel ließ kein Auge trocken. Ganove Toni Knast (Fabian Schwarz) plante mit seinem Azubi Eddie Meier (Steven Thom) das nächste krumme Ding. K.-o.-Tropfen, die als Potenzmittel "Power Porn" getarnt sind, sollten helfen, die Opfer kurzfristig außer Gefecht zu setzen. Als die beiden Ganoven das Fläschchen im Wohnzimmer der Familie Meuchler auf dem Tisch stehen lassen, wird das vermutete Potenzmittel irrtümlich von verschiedenen Personen eingenommen, was zu immer neuen Komplikationen führt. Erstes "Opfer" wird der Frauenheld Harry Hecht (Andreas Hübgen), der beste Freund des Hausherrn Werner Meuchler (Benedikt Schmidt). Harrys "Leiche" wird von Ilse Meuchler (Rita Bick), die sich selbst für die Tatverdächtige hält, und ihrer Tochter Carmen (Luisa Detemple) im Gartenhaus entsorgt. Auf der Suche nach ihrem verschwundenen Harry erfährt Lilli Schön (Sarah Zimmer) so einiges über ihren Freund und gibt ihm schließlich den Laufpass. Der zukünftige Schwiegersohn Alexander Peters (Daniel Nadig), der dem Fläschchen auch nicht widerstehen kann, wird in der Garage zwischengelagert. Für noch mehr "Leichen " sorgte die allgegenwärtige Nachbarin Froni Weiß (Steffi Spaniol) als sie das "Potenzmittel " in die Schnapsflasche umfüllte. So erwischte es auch den Pfarrer (Jörg Zetzsche). Er wird einfach in der Schubkarre vor der Kirche abgestellt. Als es schließlich zum scheinbaren Massenmord kommt, wittert die ehrgeizige Reporterin Karla Kalauer (Brigitte de Pizzol) ihre Chance. Erfolgreich ist auch Kommissarin Müller (Susanne Schmidt-Jakobs), die am Ende auch die beiden Ganoven nach langer Suche verhaften kann.

Mit rhythmischem Klatschen honorierte das Publikum die schauspielerischen Leistungen des gesamten Ensembles und dankten den Schauspielerinnen und Schauspielern für drei Stunden beste Unterhaltung. Regie führten Sabine Engel und Susanne Schmidt-Jakobs. Als Souffleusen waren Margret Herrmann und Caroline Zetzsche tätig. Brigitte de Pizzol und Susanne Schmidt-Jakobs sorgten für die Maske und Michael Reichert für die passenden Frisuren. Der Bühnenaufbau und die Technik lagen in Händen von Michael Schröder. Für die Bühnendeko war Brigitte Baltes verantwortlich.