Wenn es überall brennt

Einfach war die Übung nicht: Küchenbrand in der Wohnung, Rauch in Flur und Keller, Werkstattfeuer und ein Verkehrsunfall auf der Straße. Doch die Wehrleute aus Illingen legten sich mächtig ins Zeug.

. Vergangenen Samstag um 15.30 Uhr sind die Feuerwehren der Gemeinde Illingen zur Jahreshauptübung alarmiert worden. Folgendes Szenario bot sich den insgesamt 70 Feuerwehrleuten: In Wustweiler an der Lebacher Straße, Ecke Urexweilerweg hatte ein Küchenbrand im Wohnbereich, im Treppenhaus und im Kellerbereich für starke Verrauchung gesorgt.

Wie viel Personen sich im Gebäude zur Zeit des Brandes befanden, war unklar. Desweiteren war ein Fahrzeugbrand in einer benachbarten Werkstatt ausgebrochen, ebenfalls mit starker Rauchentwicklung. Auch hier war die Personenlage unklar.

Zu allem Übel kam es vor den Brandstätten noch zu einem Verkehrsunfall, an dem zwei Fahrzeuge beteiligt waren. Personen wurden dabei in den Fahrzeugen eingeklemmt. Jetzt hieß es für die einzelnen Löschbezirke koordiniertes, schnelles und sicheres Handeln. Die Aufgabe des Löschbezirks Illingen war es, die Menschenrettung in der Werkstatt und vom Balkon des Wohnhauses sowie die Brandbekämpfung des Gebäudeteils durchzuführen. Der Löschbezirk Uchtelfangen war bei dem verunfallten Pkw mit den eingeklemmten Personen zur Rettung dieser beauftragt. Der Löschbezirk Wustweiler stellte sich der Brandbekämpfung im Wohnhaus und der Rettung von Menschen, die sich noch im Gebäude befanden. Der Löschbezirk Ost und der Löschbezirk Welchbach bekämpften den Brand und die Rettung von Menschen von dem Urexweilerweg aus.

Nach 30 Minuten hatten die Wehren die Brände gelöscht und alle Personen gerettet und versorgt. "Es lief alles wie am Schnürchen", so das Fazit von Sven Haben, stellvertretender Wehrführer der Gemeinde Illingen. Illingens Bürgermeister Armin König wohnte als Chef der Wehr der Übung bei und meinte: "Auch in schwierigen Situationen hat man heute ganz deutlich gesehen, dass die Zusammenarbeit der Löschbezirke hervorragend geklappt hat, alles lief Hand in Hand. Mit gutem, neuem und modernem Gerät, das hat sich hier gezeigt, ist die Wehr auch schnell vor Ort."

Gut 150 Zuschauer hatten sich an der Illinger Straße eingefunden, um die Übung zu beobachten. Der kleinen Jolina Kirsch, deren Papa auch Feuerwehrmann ist, haben besonders das Aufschneiden des Autodaches und die große Drehleiter DLK 23/12 imponiert.