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Weihnachtsmärchen
Wenn die Wetterhexe plötzlich fotografiert

Die Jugendgruppe des Theatervereins Illingen spielte „Die kleine Hexe“ spielte .
Die Jugendgruppe des Theatervereins Illingen spielte „Die kleine Hexe“ spielte . FOTO: Carolin Merkel / Carolin Mrkel
Illingen. Die Jugendgruppe des Theatervereins Illingen begeisterte mit dem Stück „Die kleine Hexe“. Von Carolin Merkel

 „Heiße Maroni, hatschi, heiße Maroni“ - spätestens, als Herr Maroni auf der Bühne der Illinger Illipse von einem scheinbar nicht enden wollenden Niesanfall geplagt wurde, hatte das Theaterfieber die kleinen und großen Zuschauer am Samstagnachmittag vollends erfasst. Begeistert ging das Premierenpublikum im vollbesetzten Saal mit und applaudierte schon zum Pausenvorhang frenetisch dem Ensemble der Jugendgruppe des Theatervereins Illingen.



Die 13 Akteure, darunter zehn Kinder und Jugendliche, allesamt Mädchen, hatten unter der versierten Spielleitung von Caroline Zetzsche in diesem Jahr das Stück „Die kleine Hexe“ einstudiert. Viele Wochen intensive Probenzeit, Texte lernen, auf Stichwörter reagieren, den Ablauf kennen, lagen hinter dem längst eingespielten Team, der Premiere wurde sehnsüchtig entgegengefiebert. Und dann war es schließlich soweit, im völlig abgedunkelten Saal wartete das Publikum darauf, dass sich endlich der Vorhang öffnen würde. Eisbrecher auf der Bühne waren, wie sollte es bei dem Stück anders sein, die beiden Hauptakteure, die kleine Hexe und der Rabe Abraxas. Bühnenpräsent und textsicher spielten sich Lisa Hellbrück und Elisa Schneiders in die Herzen des Publikums.

Schnell ließ die Nachwuchshexe weiße Mäuse regnen, ließ den Hexenbesen wachsen, verhalf den Papierblumen zu einem verführerischen Duft und schlug sogar zwei böse Gören, die den schönsten Schneemann zerstören wollten, in die Flucht. Das alles blieb natürlich nicht unbeobachtet, die Wetterhexe Rumpumpel hielt all das mit ihrem Fotoapparat fest. Denn schließlich stand bei der kleinen Hexe ja die große Hexenprüfung an. Neben den geschlossen guten Leistungen der Mimen auf der Bühne begeisterte auch das Team der Kulissenbauer. Blitzschnell verwandelten sie die Bühne in einen Marktplatz, eine Winterlandschaft und natürlich auch in einen echten Hexenberg. Dort kam es dann zum Showdown. Allzu gruselig wurde es für die kleinen Zuschauer zum Glück nicht, schließlich hat es sich der Theaterverein bei seinem Weihnachtsstück auf die Fahne geschrieben, Theater für die ganze Familie zu machen. Mit der Kleinen Hexe ist das dem Team um Zetzsche bestens gelungen. Am Ende gab es tosenden Beifall für alle Akteure, die noch einmal am Sonntagnachmittag ihr Können unter Beweis stellen durften.