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Weihnachtsoratorium von Bach erklingt in der Stephanskirche

Weihnachtsoratorium von Bach erklingt in der Stephanskirche

Einer alten Tradition folgend findet in der Adventszeit als Einstimmung auf das Weihnachtsfest in vielen Kirchen eine Aufführung des Weihnachtsoratoriums von J. S. Bach statt. So auch in St. Stephan Illingen am vierten Adventssonntag, 18. Dezember, 17 Uhr. Unter Leitung von Thomas Doll singen und musizieren Sänger aus verschiedenen Chören und als Solisten Mirijam Oster, Angela Lösch, Manuel Horras, Vinzenz Haab und das Orchestre Noël.

In Bachs Weihnachtsoratorium erzählt der Evangelist die biblische Geschichte von der Geburt Jesu. Um dieses textliche Rückgrat ranken sich Chöre , Arien und Choräle. Schon der Eingangschor sorgt mit seinen Pauken und Trompeten für eine festliche Stimmung. Die Chöre übernehmen aber auch Aufgaben, größere Gruppen aus der Weihnachtsgeschichte darzustellen wie die Engel oder die Hirten in Bethlehem. In den Chorälen, die heute als Kirchenlieder bekannt sind, vertritt der Chor die christliche Gemeinde, die zu Bachs Zeiten durch Mitsingen ihr Bekenntnis zum Ausdruck brachte.

Den Arien der Solisten liegt freie Dichtung zugrunde, die vermutlich von dem Leipziger Postmeister Picander stammt. In dieser kunstvollen Musik soll der Zuhörer zur Meditation, also zur Betrachtung des Heilsgeschehens angeregt werden.

Bach verteilt die Weihnachtsgeschichte auf sechs Kantaten, die für die Gottesdienste zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar bestimmt waren und die noch heute in der Leipziger Thomas kirche an diesen Festtagen erlebt werden können. Nach altem Brauch kommen in diesem Konzert, das im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen des Madrigalchores Illingen stattfindet, die Kantaten 1 bis 3 zur Aufführung.

Zu diesem Konzert, das vom Kulturamt der Gemeinde Illingen veranstaltet wird, gibt es Karten zu zwölf Euro (ermäßigt zehn Euro) an den bekannten Vorverkaufsstellen, bei den Chormitgliedern und an der Abendkasse.