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Wasser und eine Schule für Kenia

Wasser und eine Schule für Kenia

Wustweiler. Wenn Johann Burger von Kenia erzählt, spürt man sofort, dass der 64-Jährige aus Wustweiler nicht nur sein Herz an seine afrikanische Ehefrau Sabinah verloren hat, sondern auch der Faszination des Landes Kenia und seiner Menschen erlegen ist

Wustweiler. Wenn Johann Burger von Kenia erzählt, spürt man sofort, dass der 64-Jährige aus Wustweiler nicht nur sein Herz an seine afrikanische Ehefrau Sabinah verloren hat, sondern auch der Faszination des Landes Kenia und seiner Menschen erlegen ist. Der Handwerker und Kaufmann, der von seinem Haupt-Wohnort Wustweiler aus einen Senioren-Servicedienst "Rund ums Haus" betreibt, lernte Kenia bei einem Besuch bei seiner Tante, die dort lebt, kennen. Bei diesem Aufenthalt in der Nähe von Mombasa traf er auch seine heutige Frau Sabinah (44).

Afrikanische Heimat

Etwa 130 Kilometer von der kenianischen Metropole Nairobi entfernt an einem Stausee hinter dem Masinga-Damm ("so groß wie der Bodensee") liegt das Heimatdorf von Sabinah Burger. Dort fand Johann Burger seine afrikanische Heimat. "Wir haben ein kleines, einfaches Haus auf einem Grundstück direkt am Wasser gebaut", erzählt Burger und zeigt Fotos, die die landschaftliche Schönheit der Region dokumentieren. Schnell war sich Burger bewusst, dass er als Europäer mit Verdienstmöglichkeiten in Deutschland privilegiert ist in dem afrikanischen Land. Und entschloss sich mit seiner Frau, den Einheimischen zu helfen. Vor zwei Jahren wurde mit dem Bau von zwei Trinkwasser-Brunnen begonnen. Angesichts des felsigen Bodens eine langwierige Angelegenheit. Denn mangels Strom muss alles von Hand gemacht werden. "Die Männer arbeiten wegen der Tageshitze meist nachts", so Burger. Jetzt zeige sich der erste Erfolg: Ganz langsam scheint man auf wasserführende Schichten zu stoßen. Auch eine Schule möchten Burgers für rund 100 Kinder bauen. Doch über das Fundament ist man noch nicht hinausgekommen. "Meine finanziellen Mittel sind am Ende", beschreibt Johann Burger die Situation. Angesichts der Projekte wie Wasserleitungen und Toiletten, die er auch noch verwirklichen möchte, hofft er nun auf finanzielle und logistische Unterstützung von Menschen, denen die Situation in Afrika nicht gleichgültig ist. Denn so schön das Land sei, so groß seien dort immer noch die Hygiene- und Versorgungsprobleme. Gerade in den ländlichen Gebieten könne ein Dürre-Jahr die gesamte Existenz vernichten, so Burger.

Wer sich für die Arbeit von Sabinah und Johann Burger in Kenia interessiert und sie eventuell unterstützen möchte, wende sich per Mail an johannburger@aol.com.