Viel Unrat in Feld und Flur

Illingen. Rund 100 freiwillige Helfer beteiligten sich am Samstag in der Großgemeinde Illingen an der Picobello-Aktion. Die landesweit ausgeschriebene Aktion startete bereits am 1. März. Das Großreinemachen im Freien war jedoch wegen des schlechten Wetters in einigen Gemeinden verschoben worden (wir berichteten)

Illingen. Rund 100 freiwillige Helfer beteiligten sich am Samstag in der Großgemeinde Illingen an der Picobello-Aktion. Die landesweit ausgeschriebene Aktion startete bereits am 1. März. Das Großreinemachen im Freien war jedoch wegen des schlechten Wetters in einigen Gemeinden verschoben worden (wir berichteten). "Unser neuer Termin war vielleicht nicht ganz glücklich gewählt, weil überall Vorbereitungen für die Kommunionfeiern im Gange waren", sagte Bürgermeister Armin König. Im Vorjahr sei die Teilnehmerzahl fast doppelt so hoch gewesen. "Es ist erfreulich, dass trotzdem so viele mitgemacht haben." Er selbst hatte sich der Putzkolonne des Ortsvorstehers Wolfgang Scholl und der CDU Illingen angeschlossen. Die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk, und das Rote Kreuz waren mit den meisten Helfern, darunter viele Jugendliche, vertreten. Im Verlauf des Frühjahrsputzes wurde etwa eine Tonne Abfall beseitigt. "In der Hauptstraße haben wir hauptsächlich Kippen ohne Ende gefunden", berichtete der Bürgermeister. "Es ist eine Schande, nicht mal auf dem Friedhof machen die Verschmutzer halt", ärgerte sich Reinfried Welker. Dort hatte er "schön versteckt im Gebüsch an der Friedhofsmauer" mehrere Säcke Hausmüll entdeckt. Welker ist von Anfang an dabei. Auch bei der fünften Auflage der Picobello-Aktion betätigte sich der 70-Jährige als "Einzelkämpfer". "Ich möchte nicht nur auf Missstände aufmerksam machen, sondern auch selbst etwas dagegen tun und damit ein Vorbild sein." Franz-Peter Mailänder vom Radfahrverein Tempo Hirzweiler war mit Fabian Lessel (12), Marco Fassbender (13) und Nico Reppert (14) - natürlich auf den Rädern - putztechnisch in und um Hirzweiler unterwegs. Zu ihrer Ausbeute gehörten in erster Linie Flaschen. "Auch Radfahrer lassen leider viel Unrat in Feld und Flur liegen", bedauerte Mailänder. Mit sieben Mitgliedern war der CDU-Ortsverband Hüttigweiler rund um die Hüttigweiler Kapelle im Einsatz. "Mir ist positiv aufgefallen, dass das Umfeld der Kapelle diesmal weniger verschmutzt war als im Vorjahr", stellte Benno Weiskircher erfreut fest. Franz-Josef Papa von der CDU Hüttigweiler wunderte sich über die Blauäugigkeit mancher Zeitgenossen: "Wir haben Kontoauszüge von mehreren Leuten gefunden. Erstens kann damit der Umweltverschmutzer ermittelt werden und zweitens müsste doch heute jeder wissen, dass mit diesen sensiblen Daten Missbrauch getrieben werden kann." "Es ist erfreulich, dass so viele mitgemacht haben." Armin König