Verantwortung und Freiheit

Inklusion, Englisch als erste Fremdsprache und ein berufsorientierter Donnerstag gehören zum Profil der Gemeinschaftsschule Illingen. Am Samstag öffnete sie ihre Türen für interessierte Eltern und Schüler.

. "Wir finden uns unter den Begriffen Verantwortung und Freiheit wieder", sagte Schulleiter Burkard Maurer. Dazu gehöre, dass der Unterricht im Zentrum der Bemühungen stehe, auch wenn man zusätzlich noch viel anbiete. Das Lernen läuft an der Gemeinschaftsschule Illingen im Doppelstundensystem ab, und als eine der wenigen Schulen der Umgebung startet sie mit Englisch als erster Fremdsprache. Eine Besonderheit ist die Lesestunde: "Die Freude an der Lektüre ist eine Schlüsselqualifikation", so Maurer.

Der Einstieg ins Berufsleben wird ausgiebig betreut, unter anderem durch das Fach Berufsorientierung und Wirtschaft, den berufsorientierten Donnerstag, Praktika und Kontakt mit einer Berufsberaterin. Für die Oberstufe steht man in Kooperation mit dem Illtal-Gymnasium. Eltern werden in Entwicklungsgesprächen regelmäßig informiert. Außerdem ist die Schule eine der Pilotschulen für Inklusion.

Außer Maurers ausführlicher Präsentation gab es noch mehr zu erleben an diesem Samstag, an dem die Schule sich Viertklässlern und deren Eltern vorstellte, aber auch andere Besucher empfing. In den Klassenräumen stellten einzelne Gruppen ihre Ergebnisse der vorangegangenen Projekttage vor. "Vom einfachen Reinschauen in den Unterricht sind wir weg. Die Leute sollen den Geist der Schule erleben: Wie wir miteinander umgehen und dass es auch mal laut und bunt zugeht, dass es Musik und Kunst gibt", erklärte Maurer. So sang schon gleich am Eingang das Schulchor-Projekt. Eine andere Gruppe hatte bunte Loom-Armbänder mit Lehrerin Margit Bramer gebastelt, wieder andere Schüler Weihnachtsdekorationen. Die Schülerinnen Elisa Busch und Anne Weyrich führten durch die Räume und standen für Erklärungen zur Verfügung: "Uns gefällt besonders das Doppelstundensystem. Man hat am Tag nur drei Fächer und kann ganz anders auf den Stoff eingehen." Auch das renovierte Gebäude und die neuen Spielgeräte fänden sie toll. Bei der Esskultur-Gruppe konnten die Besucher erfahren, wie viel Essen die Wohlstandsgesellschaft wegwirft und wie unnötig das ist. Beim Projekt "Faszination Fliegen" zeigte Lehrer Walter Risch, wie Fluggeräte aus Styropor hergestellt werden: "Man muss das Material so dünn schneiden, dass es möglichst leicht ist, aber nicht bricht." Andere Gruppen hatten sich beispielsweise mit Tieren, Selbstverteidigung oder Drogenprävention beschäftigt. Melanie und Ralf Kron aus Illingen schauten sich mit Tochter Luisa alles an: "Wir haben ein gutes Gefühl, die Schule ist modern ausgerichtet und gut strukturiert. Wir sehen uns noch ein paar weitere an und entscheiden dann gemeinsam."

Anmeldung von Dienstag, 24. Februar, bis Montag, 2. März, im Sekretariat. Infos unter Telefon (0 68 25) 9 42 00 oder im Internet unter gems-illingen.de.