| 20:22 Uhr

Tischtennis
Vallbracht und Naumann verlassen TTC

Illingen. Illingen steckt nach erneuter Niederlage sportlich in einer Krise. Von Lucas Jost

  Es hatte alles so gut angefangen. Zuerst schafften Chance Friend und Luca Hahn des Tischtennis-Regionalligisten TTC Illingen die Überraschung und drehten am Sonntag im ersten Doppel des Tages einen 1:2-Satzrückstand in einen 3:2-Sieg. Das gleiche Kunststück gelang anschließend Aaron Vallbracht und Rouven Niklas. Auch sie lagen gegen den favorisierten DJK Sportbund Stuttgart mit 1:2 zurück, konnten ihre Partie aber drehen, sodass Illingen nach den ersten beiden Spielen überraschend mit 2:0 in Führung ging. Dass Illingen dennoch mit 3:9 verlor, lag zum einen daran, dass Fabian Freytag verletzt war und Illingen seinen Ausfall nicht ausgleichen konnte. Dazu konnte Vallbracht krankheitsbedingt kein weiteres Spiel mehr bestreiten. Er musste seine beiden Einzel schenken.


„Er war zu krank. Wir haben das eingesehen, das hätte überhaupt keinen Sinn gemacht“, erklärt Teammanager Oliver Thomas, der sagt: „Auf ein 8:8 kann man so ein Spiel schon treiben. Aber dazu hätten wir Glück gebraucht.“ Letztendlich waren die Vorzeichen gegen die Überraschung. Für Illingen war es die achte Niederlage im zwölften Spiel. Der TTC ist weiter Vorletzter mit sechs Punkten. Trotz der kritischen Lage schildert Thomas: „Ich plane ganz konsequent mit der Oberliga im nächsten Jahr und werde das Spiel insgesamt nicht neu aufbauen.“

Auskommen muss er ohne Aaron Vallbracht und Pascal Naumann. Beide zieht es nach Rheinland-Pfalz. „Diese Abwerbeversuche sind zu stark.“ Der TTC hält sich mit einem kleinen Etat in der Oberliga, andere Vereine können auf ein Vielfaches an finanziellen Mitteln zurückgreifen. Thomas schildert: „Wir reden vom semi-professionellen Bereich in der Regionalliga. Darüber kommen noch drei Ligen. Dann kommen Mannschaften mit internationalen Spitzenkräften, um die Mannschaft künstlich in der Liga zu halten. Das mache ich nicht mit, das würde den Etat dermaßen explodieren lassen.“

An seiner Vision ändert der Abgang allerdings nichts. „Ich habe gesagt, ich mache das für die Region. Deswegen haben wir uns entschieden, das auch ohne die zwei fortzuführen. Der Stammkader bleibt nächste Saison erhalten. Und wir haben bereits sehr interessante Gespräche mit Nachwuchsspielern aus der Region geführt“, erklärt Oliver Thomas.