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Tag der offenen Gartentür in Uchtelfangen

Willkommen : Was reif ist, bestimmt den Speisezettel

An diesem Sonntag öffnen sich wieder die Gartentüren – Gartenbesitzer bieten einen Einblick in ihre grünen Oasen, geben aber auch wertvolle Tipps und laden zum Verweilen ein. In unserer Serie stellen wir im Vorfeld die Gärten im Landkreis Neunkirchen näher vor. Zum Abschluss der Garten von Jutta und Guido Barrois, in dem sich Gemüse und Kunst treffen.

„Im Moment wird unser Speiseplan zu einem guten Teil von unserem Garten bestimmt. Die Frage stellt sich nicht, worauf haben wir Lust, sondern, was ist reif“, erzählt Jutta Barrois. Aktuell kann das Paar mit viel knackigem Salat für eine gesunde Ernährung aus dem eigenen Garten sorgen.

„Früher war es ganz normal, einen Nutzgarten zu haben. Später haben die Leute immer mehr ihr Gemüse gekauft. Wer selbst angebaut hat, galt als arm. Zum Glück ist das heute wieder anders“, sagt Jutta Barrois. Und es macht ihr und ihrem Mann Guido richtig viel Spaß, sich gleich mehrere Rezepte - etwa für Erbsen – auszudenken und so für Abwechslung auf dem Teller zu sorgen. Das Paar sitzt gerne auf seiner einladenden Terrasse und genießt von dort den Garten mit den zahlreichen Skulpturen.

Größere Veränderungen bei ihren Kunstwerken, die alle frostsicher sind, berichtet Jutta Barrois, gab es seit dem vergangenen Jahr, als sie zum Tag der offenen Gartentür Freunde und Interessierte empfangen hatten, nicht. „Die Veränderung ist eher ein schleichender Prozess. Es geht immer mal wieder was kaputt, dafür entsteht etwas Neues“, erzählt sie. Gerade die heißen Tage sind wie gemacht, um in der Werkstatt, die im angenehm temperierten Keller untergebracht ist, neue Ideen zu verwirklichen.

Die Hitze, sagen beide, mache ihrem Garten bisher wenig aus - im vergangenen Jahr gab es keine größeren Ausfälle. „Das ist eben der Sommer, damit muss man einfach zurechtkommen“, sagt Jutta Barrois „Wir bauen ja nur für uns selbst an und wenn dann etwas nicht angeht, dann ist das zwar schade, doch keine Katastrophe“, erklärt sie. Ihr 8000 Liter Regenwasser-Tank reicht meist bis in den Spätsommer. „Wir haben kein Bewässerungssystem, sondern gießen noch mit der Gießkanne“, sagt der Hobbygärtner, der ebenfalls mit seinen Kunstobjekten aus Metall für viele Hingucker zwischen den Beeten sorgt.

Die sind aber nicht, wie für einen Gemüsegarten üblich, symmetrisch angelegt, sondern schlängeln sich über das sonnendurchflutete Gelände und laden zum Spaziergang zwischen Kohlrabi, Kartoffeln und Zucchini ein. Für Sonntag hat das Paar extra die Walderdbeeren für die Kinder stehen lassen – naschen erlaubt. „In unserem Garten begrüßen wir immer sehr viele Familie, die sich über den Nutzgarten informieren wollen“, erzählt Guido Barrois.

Die zahlreichen Gartengespräche schätzt das Paar, das bereits seit 2012 unter den Teilnehmern im Kreis ist, sehr. „Wir finden es nur schade, dass wir die Gärten der anderen Teilnehmer noch immer nicht besucht haben. Es ist doch spannend, wie unterschiedlich die Leute ihren Garten gestalten. Und wir geben nicht nur Ratschläge, sondern sind auch immer für Tipps von anderen Gartenbesitzern dankbar.“

Mit den bunten Keramiken, darunter viele Tiere, hat Jutta Barrois einen Schwerpunkt gelegt. „Wir finden, das passt einfach gut zu unserem Garten.“ Noch, erklärt sie, hält sie an den Obst- und Gemüsesorten fest, die in ihrem Garten wachsen. Sollten die Sommer insgesamt heißer und trockener werden, müssen man flexibel darauf reagieren. Die Obstbäume, erzählt Guido Barrois, tragen in diesem Jahr deutlich weniger. „Das könnte aber auch daran liegen, dass die Trockenheit im vergangenen Jahr, die gerade wieder anhält, den Pflanzen zu viel Stress gemacht hat. Davon müssen sie sich erst einmal erholen“, sagt er.

Das Paar freut sich bereits auf viele neugierige und interessierte Gäste. „Wir haben aber in den vergangenen Tagen keine großen Arbeitseinsätze gehabt. Wir präsentieren unseren Garten so, wie er ist“; sagt Jutta Barrois abschließend.

Info für den Tag der offenen Gartentür: Jutta und Guido Barrois, Herzsstraße 86, 66557 Illingen-Uchtelfangen, Tel: (0 68 25) 4 31 09.