SV Hüttigweiler verliert gegen den KSV Köllerbach

Ringen : Rassige Kämpfe voller Emotionen

In der Ringer-Bundesliga verliert der ASV Hüttigweiler seinen Heimkampf gegen den KSV Köllerbach mit 4:17. Das liest sich allerdings deutlicher, als es letztlich war.

Zum Abschluss der Vorrunde trafen in der Welschbachhalle die Bundesligastaffeln des ASV Hüttigweiler und des KSV Köllerbach aufeinander. Vor 350 Zuschauern entwickelte sich echte Derbystimmung mit rassigen Kämpfen voller Emotionen. Am Ende gewann der KSV mit 17:4.

Herausragend das Aufeinandertreffen der beiden Dauerkontrahenten Mathias Schwarz (27) und dem 38-jährigen Andrij Shyyka. Im neunten Kampf des Abends zeigten beide Athleten alles, was Ringkampfsport ausmacht. Technische Feinheiten, geschicktes Defensivverhalten, explosive Angriffe und kämpferisches Verhalten bis zur Erschöpfung. Am Ende feierten die ASV-Anhänger den ersten Wettkampfsieg von Mathias Schwarz gegen seinen Dauergegner aus dem Köllertal. „Ich war die ganze Woche erkältet, habe nicht geglaubt, dass mir der erste Sieg gegen Andrij heute gelingt“, sagte Schwarz. Shyyka sei in seine Aktionen hineingelaufen, so konnte er einige Konter anbringen und den deutlichen Punktsieg erringen, beschrieb der ASV-Freistilspezialist den Kampf.

Immer besser in Schwung kommt Numan Bayram. Der 16-Jährige unterlag gegen den Bundesliga erfahrenen Valentin Seimetz mit lediglich 3:5. Dafür erntete er viel Lob von allen Seiten und wurde mit anerkennendem Applaus von seinen Fans verabschiedet. Einen hart umkämpften Sieg für den ASV feierte Mihai Esanu, der Nico-Antonio Zarcone mit 7:3 besiegte. In der Kampf entscheidenden Aktion zwang Esanu den Köllerbacher in die Bodenlage und brachte sich mit einem Durchdreher entscheidend in Führung. Den Halbzeitstand (2:7) kommentierte der ASV-Freistiltrainer Kim Horras: „Es hat nicht viel gefehlt und wir hätten nach fünf Kämpfen ein Unentschieden erreicht.“

Einen ganz starken Kampf lieferte für den Trainer die 16-jährige Neuerwerbung Numan Bayram. „An Numan werden wir noch viel Freude haben, wenn er so weiterringt, kommen auch die Siege“, schwärmte Horras von der Einstellung und den ringerischen Möglichkeiten seines Schützlings. Bei den knappen Entscheidungen des Kampfabends hatten die Köllerbacher Gäste überwiegend das bessere Ende für sich. So gaben Till Bialek mit 3:5 gegen Stanislav Kanev und Denis Balaur beim 7:7 gegen Gennadij Dudinovic ebenso einen Teampunkt ab wie Mihai Bradu gegen Erik Szilvassy (2:4). Yannik Parisi konnte beim 0:5 gegen Marc-Antonio von Tugginer keine eigenen Akzente setzen und Alexandru Burca war gegen Miroslav Kirov (0:11) aufgrund einer Knieverletzung entscheidend gehandicapt. Ohne wirkliche Siegchancen bei ihren Kämpfen blieben Fabian Widmann gegen Andrii Yatsenko und Urs von Tugginer gegen Pajtim Sefaj.

„Das deutliche Endergebnis gibt nicht das Kampfgeschehen wieder, wir waren deutlich näher an Köllerbach dran“, sagte Christoph Gall am Ende der Begegnung. „Es gab viele enge Kämpfe, Hüttigweilers Ringer waren sehr gut eingestellt“, verteilte am Ende auch Köllerbachs Trainer Thomas Geid Komplimente an die Gastgeber.

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