Subway to Sally ohne Stecker

Habt ihr einen besonderen Bezug zum Saarland? Eric Fish: Für uns ist das Saarland ein gutes Pflaster, wir kommen gerne her, weil wir hier treue Fans haben. Was erwartet das Publikum auf dieser Akustiktour, im Gegensatz zu einem "normalen" Konzert? Eric Fish: Sicher nicht die gleiche Musik, nur ohne Stecker

Habt ihr einen besonderen Bezug zum Saarland? Eric Fish: Für uns ist das Saarland ein gutes Pflaster, wir kommen gerne her, weil wir hier treue Fans haben. Was erwartet das Publikum auf dieser Akustiktour, im Gegensatz zu einem "normalen" Konzert? Eric Fish: Sicher nicht die gleiche Musik, nur ohne Stecker. Wir haben viel Arbeit investiert und neue Arrangements erarbeitet, außerdem begleiten uns zwei Gastmusiker, ein Cellist und eine Percussionistin. Eine Akustiktour ist etwas Besonderes und die Band hat sich viel einfallen lassen. Ein ganz anderes Bühnenbild rundet die Sache ab.Was gibt es bei euch Neues? Eric Fish: Zunächst einmal wird es jetzt einen DVD-Mitschnitt der Akustiktour geben, die DVD wird wahrscheinlich im Herbst erscheinen. Der Festivalsommer startet bald, und außerdem werden wir an einem neuen Album arbeiten. Ihr seid ja nun schon eine Weile im Geschäft, woraus bezieht ihr eure Inspiration? Eric Fish: Wir haben eine sehr gute Besetzung mit vier regelmäßigen Textern. Ist mal einer nicht so kreativ, springt für ihn ein anderer ein. Grundsätzlich halten wir einfach die Augen offen. Man macht sich erste Gedanken, dann steckt man den Rahmen für die Texte ab, erste Texte entstehen und dann gibt ein Lied das nächste oft schon vor. Im Laufe der Jahre haben wir zu einer effektiven Arbeitsteilung gefunden und sie immer weiter perfektioniert. Man sollte aber auch nicht zu verbissen arbeiten und nicht den Spaß an der Sache verlieren. In den letzten Jahren seid ihr der breiten Öffentlichkeit beispielsweise durch den Sieg beim Bundesvision Song Contest oder die Coverversion eures Titels "Eisblumen" der Sängerin Eisblume aufgefallen, macht sich das auch auf den Konzerten bemerkbar? Eric Fish: Nein, eigentlich nicht. Beim Bundesvision Song Contest konnten wir auf unsere Fans zählen. Und dass man einen unserer Titel gecovert hat, ist natürlich ein großes Kompliment an den Komponisten. Allerdings ist es für eine Band, die mit einem gecoverten Song bekannt wird, schwierig, sich auf dem Markt zu halten. Auf dem "herkömmlichen" Weg bekannt zu werden, so wie wir, ist vielleicht etwas langwieriger, aber dafür oft nachhaltiger.Welche Botschaft wollt ihr mit eurer Musik vermitteln? Eric Fish: Unsere Alben sind Ausdruck ihrer Entstehungszeit und geben daher unsere Erfahrungen weiter, wir vermitteln damit auch die Lebensweisheit, die wir im Laufe der Jahre erlangt haben. Wir erzählen Geschichten, aus denen der Hörer dann eine Lehre ziehen kann, oder geben explizite Hinweise, wie man mit bestimmten Situationen umgehen kann. Außerdem behandeln wir immer wieder aktuelle Themen und regen dazu an, sich eine eigene Sichtweise und eine eigene Meinung zu bilden.Orientiert ihr euch an bestimmten Vorbildern? Eric Fish: Diese Frage müsste man wahrscheinlich allen Bandmitgliedern einzeln stellen. Ich für meinen Teil habe nicht wirklich Vorbilder. Wie gesagt haben wir eine sehr gute Besetzung, die erfolgreich zusammenarbeitet, und unsere Musik hat nicht viel Ähnlichkeit mit möglichen Vorbildern. Es nützt beispielsweise nichts, sich vor der Arbeit an einem neuen Album viel Musik anzuhören, sondern ich ziehe absolute Ruhe vor. Allerdings wäre ich sehr stolz darauf, wenn eines Tages jemand sagen würde, dass Subway to Sally ein Vorbild sind. Das würde für mich bedeuten, dass wir konsequent unsere Botschaft vermittelt haben. Gibt es bei euch feste Rituale vor einem Auftritt?Eric Fish: Wir haben früher sehr viele Livekonzerte gespielt und spielen auch heute noch etwa 60 bis 70 Konzerte im Jahr, natürlich haben sich da bestimmte Abläufe eingebürgert. Jeder hat da so seine eigenen Angewohnheiten. Wichtig ist, dass man es ernst meint und sich dadurch motiviert.