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Schon mit 14 Jahren beschloss sie, für kranke Menschen da zu sein

Hüttigweiler. „Alten, Kranken und Sterbenden zu helfen, das ist meins.“ Ein ganzes Leben an Erfahrung steckt in diesem Satz, den Schwester Ulrika eher nebenbei sagt. Die Mainzer Marienschwester mag nicht so gerne über sich selbst reden, aber wenn es um ihre Arbeit geht, um ihr Engagement für schwerkranke Menschen in Hüttigweiler, dann leuchten die Augen der 72-Jährigen. bea

Für kranke Menschen da zu sein, das war ihr Lebensplan, den Monika Troidl schon sehr früh, als Kind von 14 Jahren für sich beschloss. Sie wollte so sein, wie die Franziskanerinnen, die sie bei einem Aufenthalt in Holland kennen gelernt hatte, heißt es in einem Bistums-Text. Mit 17 Jahren trat das Mädchen aus Pirk in der bayrischen Oberpfalz in den Orden der Mainzer Marienschwestern ein. Keine leichte Entscheidung - auch für die Eltern nicht - schließlich war Monika, so ihr bürgerlicher Vorname, das einzige Kind.

"Ich hatte kein streng katholisches Elternhaus. Meine Eltern haben mich so erzogen, dass ich mit zwei Füßen auf dem Boden bleibe", erinnert sich die heutige Schwester Ulrika dankbar. Diese Bodenhaftung versuche sie bis heute zu behalten. Das bedeutet für die Ordensfrau etwa, dass man ihrem Leben anmerken soll, dass sie Gott und die Menschen liebt. Sehr früh bestimmte diese Erkenntnis ihr Leben und ihre Entscheidungen. Das Leben der Schwestern in Mainz hatte sie im Teenager-Alter sehr angezogen, überzeugt aber hatte sie das Beispiel der Schwestern : "Ich hatte Glück, dass ich das erlebt habe."

Sie macht die Prüfung zur Hauswirtschaftsmeisterin, weil sie gerne auch mit jungen Leuten zusammenarbeitet. Nach der Ausbildung zur Krankenschwester an der Uni Mainz übernimmt sie die Leitung einer neu gegründeten Pflegestation. Doch Verwaltung ist nicht ihr Lebenstraum. Sie geht 1973 nach Hüttigweiler , "weil ich wieder zu den Kranken wollte."

"Bei den Kranken" ist sie bis heute über 42 Jahre geblieben. Wie am ersten Tag freut sie sich noch immer, wenn sie dafür sorgen kann, dass ein schwerkranker Mensch zur weiteren Pflege nach Hause kommen kann, oder wenn sie Angehörigen wichtige Tipps zur häuslichen Pflege vermittelt. "Einen schöneren Beruf als Krankenschwester gibt es nicht", sagt die nach ihrer Pensionierung ehrenamtlich Tätige. Gibt es denn auch ein Hobby? Ihren Küsterdienst nennt sie da. Senioren-Gymnastik macht sie auch gerne und sie bietet Seniorennachmittage und Freizeiten an.

Irgendwie ist sie immer für und mit anderen aktiv. Soviel Engagement ist nicht unbeachtet geblieben. Im Jahr 2000 erhielt sie die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und 2007 wurde sie von der Leserschaft der Saarbrücker Zeitung zu "Saarlands Bester" gewählt. Sie erinnert sich gerne an die Ehrungen, hält sie aber für nicht so wichtig, schließlich sei das was sie tue, etwas Selbstverständliches.

Auch wenn es natürlich auch negative Erlebnisse gab, würde sie wieder als Schwester in den Orden gehen: "Ich wollte nie mit jemand tauschen und ich empfehle jungen Leuten, die noch auf der Suche sind, ein Leben im Orden in den Blick zu nehmen", sagt sie. Jetzt aber müsse sie zunächst einmal mit den Kommunionkindern auf den Turm der Pfarrkirche St. Maria Magdalena steigen und den jungen Leuten die Glocken vorführen.