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Ruhebank in der Lieberwies Illingen

In der Lieberwies Illingen : Sitzpause auf halber Strecke

Idee für eine Bank auf Illinger Wanderweg kam Werner Löchner beim Spaziergang mit seinem Hund.

„In der Lieberwies am Bahndamm, do steht e neue Parkbank“, dichtete Rudi Steinmetz und lobte in seinem Lied Werner Löchner, der auf einem Wanderweg hinter der Bollstraße auf einer Anhöhe eine Bank und einen Tisch als Rastplatz für Wanderer errichtete. Die Idee kam dem gelernten Schreiner bei den täglichen Spaziergängen mit seinem Hund. „So auf halber Strecke hätte ich immer gerne mal eine Ruhepause eingelegt. Dazu fehlte eine Sitzgelegenheit“, sagte er jetzt bei der feierlichen Einweihung, die Ortsvorsteher Wolfgang Scholl organisierte. Bekanntlich sei der Bürgermeister für die großen Dinge in der Gemeinde verantwortlich. Für die kleinen Dinge der Ortsrat oder Ortsvorsteher“, so Scholl, der von seinen CDU-Fraktionskollegen Gabi Kiehn, Jürgen Schubmehl und Joachim Fuchs begleitet wurde.

Zu den kleinen Dingen gehörten auch die Ortsverschönerung, sich wohlfühlen im Ort, die Sicherheit und die Ordnung im Dorf. „Hier stehen wir vor einer Ruhebank an einem wunderschönen Plätzchen mit herrlicher Aussicht. Man könnte annehmen, im Schwarzwald zu sein“, freute sich der Ortsvorsteher. Steinmetz lobte die Bank als einen Ort, an dem man den Stress aus dem Kopf bekomme. „Brauchst du einen Platz um auszuglühen, na dann kommst du halt hier hin. Jetzt schaltest du ab und das ist nicht schlecht, ein kühles Bier’che macht den Rest. Dann gehst du heim, dein Herz, das lacht, das hat die Bahndammbank gemacht.“

Scholl betonte: „Diese Ruhebank entstand nicht auf Anregung des Ortsrates oder sonst eines öffentlichen Gremiums, sie entstand, weil es Menschen gibt, die gerne etwas tun für unsere Gesellschaft.“ Dazu zählten Werner Löchner und sein Team mit Thorsten Löchner, Michael Salzer, Eddi Herber und Förster Philippe Röhlinger, der das Holz spendierte. Herber mäht bei Bedarf den Platz. Damit der Rastplatz nicht zugemüllt wird, wurden ein Mülleimer und ein Aschenbecher angebracht; die Leerung übernimmt Familie Löchner. Löchners spendierten außerdem einen Sonnenschirm, damit die Wanderer die schöne Aussicht von einem schattigen Plätzchen aus genießen können.

Zur Eröffnung dieses Kleinodes gab es Getränke und Rostwürste. Den Erlös der Einweihungsfeier wollen Werner und Andrea Löchner für hilfsbedürftige Menschen spenden. Der Ortsvorsteher sorgte mit 100 Euro (50 Euro Ortsratsbudget, 50 Euro Sparkassenunterstützung) für einen Anfangsbestand. Die munteren Gäste, die bei der heißten Witterung viel Durst hatten, füllten die Spendenbox.