Luther in Illingen: Renaissance-Musik und improvisierter Jazz

Luther in Illingen : Renaissance-Musik und improvisierter Jazz

Unter dem Titel „Magnum Mysterium“ konzertieren der Landesjugendchor und Illinger Madrigalchor.

Musik aus der Renaissance in Verbindung mit zeitgenössischen Jazz-Improvisationen und der Reformator Martin Luther. Wie passt das zusammen? In Illingen,  so teilt die Gemeinde mit, finden im Rahmen des Luther-Jahres einige Veranstaltungen zur historischen Person Martin Luther statt. Unter dem Titel „Magnum Mysterium“ führen am Sonntag, 29. Oktober, der Landesjugenchor (LJC) und der Madrigalchor Illingen ein Konzert auf. Im Kulturforum Illipse in Illingen sind an diesem Abend Lieder aus der Lutherzeit zu hören. Darunter sind Komponisten wie William Byrd, Claudio Monteverdi und Orlando di Lasso. Geleitet und begleitet wird das Projekt von den beiden prominenten schwedischen Jazzmusikern Lars Danielsson (Bass) und Jan Lundgren (Piano).

Bei „Magnum Mysterium“ liefern die Sänger der beiden saarländischen Chöre mit ihren originalen Vokalpassagen die Projektionsfläche für Lundgrens Klavierinterpretationen. Letztere eröffnen in den würdevollen Madrigalen mit meist minimalistischen Mitteln neue Wege. Ein paar Blue Notes hier, eine Weltmusik-Girlande dort, das genügt. Denn Sparsamkeit zeichnet Lundgren im Spiel, wie bei den überwiegend von ihm selbst geschriebenen Arrangements aus. Das ist der Schlüssel in der Kombination von Formenstrenge und improvisatorischer Freiheit.

Einen ganz anderen Zugang verdeutlicht aber nicht zuletzt der Special Guest und Dritter im magischen Bunde vom „Magnum Mysterium“. Der Bassist Lars Danielsson steuert mit Loops (eine mit technischen Mitteln mehrfach wiederholte Klangfolge in der Musik) und subtilen elektronischen Effekten die Musiksprache des 21. Jahrhunderts bei. Er gilt als einer der innovativsten Bassisten seiner Zeit. Die Zeitschrift Fonoforum schrieb über dieses Projekt: „Magnum Mysterium lebt aus der klugen Verbindung von strikter Kompositionskunst der Renaissance und zeitgenössischer Improvisation.“ Und für den Rheinischen Merkur war es schlicht und ergreifend: „Berückend schön.“

Wer Interesse an dem Konzert hat, kann bei Ticket Regional die Eintrittskarten kaufen.
Eintritt: 20 Euro / 16 Euro / 10 Euro

Mehr von Saarbrücker Zeitung