Reinhard Klimmt in der Reihe „Haste Worte“ in der Alten Schule Uchtelfangen

Blick zurück : Herausragende Bilder, die Geschichte erzählen  

Reinhard Klimmt in der Reihe „Haste Worte“ in der Alten Schule Uchtelfangen

In der Reihe „Haste Worte“ stellt Reinhard Klimmt am Freitag, 22. Februar, 19 Uhr, in der Alten Schule Uchtelfangen zwei Bildbände aus dem Saarland vor. „Halbe Fünf und ganze Kerle“ ist eine Bilderreise durch das Saarland der 50er Jahre. Mit zum großen Teil unveröffentlichten Fotos von bekannten Pressefotografen dieser Zeit (unter anderem Darchinger, Lischke und Barbian) begibt man sich auf eine berührende Spurensuche der Menschen und der Region. Die über 250 Fotos zeigen das Leben der Menschen an der Saar in den Turbulenzen der Weltpolitik. Dieser Prachtband bietet ein lebendiges Porträt einer fast vergessenen Zeit, so die Veranstalter: von der harten Arbeit der Berg- und Hüttenleute über die emotionale Auseinandersetzung um die Saarabstimmung bis zu den Entscheidungsspielen zur Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz 1954 zwischen Deutschland und dem Saarstaat. Ein Land wurde zum Staat: Ein großes Politikum in dieser Zeit, Bundespräsident, Bundeskanzler und französischer Staatspräsident geben sich die Klinke in die Hand.

Der großformatige Band über die 1960er Jahre enthält viele unveröffentlichten Bilder renommierter Fotografen. Klimmt entwirft ein spannendes Panorama des Saarlandes, das nach den turbulenten 1950er Jahren in der Bundesrepublik heimisch wird. Die Fotografien erzählen von harter Arbeit in den Eisenwerken und den Gruben, aber auch vom Leben auf dem Land und in der Landwirtschaft. Sie werfen Schlaglichter auf die Krise im Bergbau und den Boom in der Stahlindustrie. Und sie erzählen von den Menschen, ihrer Verbundenheit mit der Heimat, der Kunst des Savoir-Vivre und der gelebten Nähe zu Frankreich. Die Bilderschau illustriert den gesellschaftlichen Wandel von einer klerikal geprägten zu einer weltoffenen, modernen Gesellschaft. Ein Fotoband über das Wachsen und Werden des Saarlandes zwischen Krise und Umstrukturierung, alten Wunden und neuen Wegen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung