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Juniorwahlen am Illtal-Gymnasium
Politik nicht nur als Unterrichtsfach

Alles läuft wie bei den Erwachsenen: Bei der Juniorwahl am Illtal-Gymnasium gab es natürlich auch richtige Wahlhelfer, die die Stimmzettel in Empfang nahmen.
Alles läuft wie bei den Erwachsenen: Bei der Juniorwahl am Illtal-Gymnasium gab es natürlich auch richtige Wahlhelfer, die die Stimmzettel in Empfang nahmen. FOTO: Jana Schlicker,
Illingen. Am Illinger Illtal-Gymnasium durften bei der Juniorwahl die Mittel- und Oberstufenschüler an die Wahlurne.

(red) Wählen ab der neunten Klasse? - Ja das geht! Dieses Jahr fand, passend zur Bundestagswahl, die Juniorwahl am Illtal-Gymnasium in Illingen statt. Alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 durften bereits am  19. September ihre Stimme abgeben. In der Zeit davor bereitete der Politikkurs von Frau Müller alles vor: Sie schrieben die Wahlbenachrichtigungen, gestalteten Plakate und waren am Tag des Geschehens als Wahlhelfer vor Ort. Der Politikkurs von  Katharina  Messinger zählte die Stimmen aus und kam zu folgendem Ergebnis: Wie bei der Bundestagswahl selbst gewann bei der Juniorwahl am IGI die CDU und die SPD belegte Platz zwei. Doch der dritte Platz ging am IGI ans Bündnis 90/Die Grünen. Überraschenderweise gewann eine der nicht im Bundestag vertretenen Parteien an unserer Schule 10,1 Prozent. Dies war die Partei, eine derjenigen, die in der Bundestagswahl nur unter „Sonstige“ aufgelistet wird. Während SPD und FDP einen dem Bundesergebnis ähnlichen Prozentsatz an Stimmen am IGI erhielten, lag die CDU mit ihren 25,3 Prozent am IGI zu 33 Prozent deutlich niedriger.


Jana Schlicker vom Politik-Kurs 12 schildert im Folgenden, wie wichtig diese Junior-Wahl für die Schüler war. „Es waren spannende und interessante Tage, in denen die Schülerinnen und Schüler richtig in das Wahlgeschehen eintraten. Man lernte auch für spätere Zeiten, wenn man dann wahlberechtigt ist. Auch die Mitgestaltung an einem so wichtigen demokratischen Prozess war sehr toll und abwechslungsreich. Es sind Dinge, die wirklich im Leben gebraucht werden und die man nicht nur theoretisch lernt. Außerdem sieht man Politik auch mal von einer anderen Seite und nicht nur als Unterrichtsfach an, sondern als etwas Alltägliches. Denn jeden Tag wird in den Medien über Politik gesprochen und diskutiert. Aber viele junge Menschen scheinen nicht daran interessiert, sich mehr um Politik zu kümmern. Doch, wenn es in der Schule intensiv behandelt wird oder sogar durch eine Juniorwahl realisiert wird, weckt man Aufmerksamkeit in der jungen Bevölkerung: „Wir, als Schüler waren von dieser Idee begeistert und hatten Spaß daran solch eine Veranstaltung mit zu planen. Jeder war interessiert daran und sehr engagiert.“ Man hat Erfahrungen gesammelt, die man in seinem Leben immer brauchen wird, egal ob es darum geht, wie eine Sitzverteilung funktioniert oder wie Wahlbenachrichtigungen aussehen. Es war nicht nur einfach ein Projekt, sondern eine neue Lebenserfahrung“.

Die Schülerinnen und Schüler konnten Demokratie hautnah erleben. Eine Sache, die nicht nur einmal stattfindet und dann wieder vergessen wird, sondern etwas, das viele ein Leben lang begleiten wird.  „Denn die Schülerinnen und Schüler von heute werden auch im späteren Verlauf am politischen Geschehen teilnehmen, egal ob sie wählen gehen oder selbst sich in einer Partei engagieren. Dafür benötigt man das Vorwissen, welches uns durch die Juniorwahl gegeben wurde“, so Jana Schlicker abschließend.