| 20:00 Uhr

Spaß in der Sommerschule
Nicht nur Deutschlernen stand auf dem Stundenplan

Nicht nur Grundschüler lernten gemeinsam bei der zweiten Sommerschule der Engagierten Stadt Illingen. In insgesamt zwei Wochen arbeiteten sie gemeinsam an Schwächen.
Nicht nur Grundschüler lernten gemeinsam bei der zweiten Sommerschule der Engagierten Stadt Illingen. In insgesamt zwei Wochen arbeiteten sie gemeinsam an Schwächen. FOTO: ASB/Claudia Kohlde-Kilsch / ASB
Illingen. Zweite Sommerschule der Engagierten Stadt Illingen kümmert sich um Kinder, die Probleme in der Schule und beim Lernen haben. 

In den ersten beiden Wochen der Sommerferien fand die zweite Sommerschule der Engagierten Stadt Illingen mit Unterstützung des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) OV Illingen, der Katholischen Pfarreiengemeinschaft St. Stephan, des Illtalgymnasiums Illingen und privater Helfer statt. Das teilt der ASB jetzt in einer Pressemitteilung mit.
Das Schülerferienprojekt richtete sich sowohl an Schüler aus Flüchtlingsfamilien als auch an deutschstämmige Kinder zwischen sechs und 18 Jahren der Gemeinden Illingen und Merchweiler, die die Ferien nutzen wollten, um etwas für die Schule zu tun und gemeinsam Spaß zu haben.
Organisatorin der Sommerschule war Katharina Messinger, Unesco-Schulkoordinatorin des Illtalgymnasiums Illingen.



Unterstützt wurde sie von Anke Thomé vom ASB Illingen, die dieses Teilprojekt der „Engagierten Stadt Illingen“ koordinierte. Die Pfarreiengemeinschaft St. Stephan stellte im Illinger Pfarrheim Räume zur Verfügung und finanzierte zudem das tägliche Mittagessen für die Kinder sowie einen Teil der notwendigen Schulbücher. Die Kosten für weitere Bücher und Lernmaterialien wurden durch eine Spende der Aktion
Palca (Dritte Welt-AG des Illtalgymnasiums) und der AG Sportbewegte Schule des Gymnasiums getragen.

In den beiden Projektwochen wurden diverse Unterrichts- und Freizeitaktivitäten angeboten. Kinder aus Familien, für die ein Nachhilfeunterricht schwer zu finanzieren ist, konnten die Inhalte des letzten Schuljahres nacharbeiten, vertiefen oder sich für das kommende Schuljahr fit machen. Vormittags fand für die 32 Kinder und Jugendlichen Deutschunterricht statt mit dem Ziel, sie in Sprach- und Lesekompetenz zu schulen und zu fördern. Nachmittags standen Unterrichtseinheiten in den Fächern Englisch, Mathematik und Physik auf dem Plan. Ohne die tatkräftige Unterstützung des deutsch-syrischen Lehrerteams wäre die Durchführung der Sommerschule in der Form sicher nicht möglich gewesen, heißt es in der Mitteilung.

Pastor Dietmar Bell unterrichtete die Kinder beispielsweise in deutscher Lesekompetenz. Rana Chihadi, Wafaa Zakkour und Abdulrahman Hasan, die bereits in ihrem Heimatland Syrien in Grundschulen gearbeitet hatten, halfen bei den Übersetzungen für die Kinder, die die deutsche Sprache noch nicht beherrschten. Komplettiert wurde das Lehrerteam durch vier jetzige und ehemalige Schüler des Illtalgymnasiums.

In den Pausen wurde gemeinsam gegessen und gespielt, wobei Fußball besonders bei den Mädchen beliebt war. Höhepunkt der Sommerschule war jedoch ein Ausflug in die Lebenswelten-Ausstellung im Bergwerk Reden. Das Unternehmen Prowin, Präsentator der Ausstellung, ermöglichte den Ausflug für die Teilnehmer der Sommerschule durch seine finanzielle Unterstützung und die Organisationder Busfahrt nach Reden. Zum Abschluss der diesjährigen Sommerschule fand ein Sport- und Spielfest mit traditionellen Wettbewerben statt, wie Sackhüpfen oder Eierlaufen.