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Illtalbrücke
Neues Abrisskonzept soll Risiken vermeiden

Illingen. Aus der Illtalbrücke sollen nun große Segmente herausgelöst werden. Stahlkonstruktion sichert Brücke.

Im Zuge der vorbereitenden Arbeiten zum Abbruch der A 1 – Illtalbrücke hat der Auftragnehmer des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS) ein modifiziertes Abbruchkonzept vorgeschlagen, das statt des kleinteiligen Abrisses des Bauwerks das Herauslösen großer Segmente vorsieht. Davon versprach sich das Unternehmen eine Beschleunigung der Bauzeit, wie es in einer aktuellen Pressemitteilung heißt.


Bei der neuen Variante soll auf dem Bauwerk eine Abfangkonstruktion aus Stahl montiert werden. Mit deren Hilfe können große Teile ausgehoben werden. Die dabei auftretenden Lasten werden in die bestehenden Stützen eingeleitet. Damit entfallen ursprünglich vorgesehene, mit Setzungsrisiken behaftete Gründungen sowie die komplette Einrüstung des Altbauwerkes als Schutzvorrichtung, die bei einem kleinteiligen Abbruch notwendig gewesen wäre.

Die Feinplanung des neuen Konzepts erwies sich allerdings als unerwartet zeitintensiv, so heißt es weiter. So erklärt sich der aktuelle Stillstand der Baustelle. Der verlängerten Planungsdauer steht aber nach Einschätzung des Auftragnehmers nicht nur eine Beschleunigung des Abrisses entgegen, sondern insbesondere auch eine Minimierung der Eingriffe in den fließenden Verkehr auf der B 10 und in den Bahnverkehr unter der Illtalbrücke.

Der Ersatzneubau soll wie zunächst geplant voraussichtlich im Frühjahr 2019 abgeschlossen werden. Die weitere Ausführung der Maßnahme soll in folgenden Schritten von statten gehen: Bis Ende 2017 - Leichterung des Überbaus (Rückbau des Fahrbahnbelages auf der Brücke); verschiedene vorbereitende Arbeiten unter der Brücke. Januar 2018 bis Mitte März 2018 - Fertigstellung der Erdarbeiten unter der Brücke, sowie Vorbereitung der Kranstellplätze; Montage einer Hilfskonstruktionen für den Abbruch der Brücke. März 2018 bis Mai 2018 -  Abbruch der Brücke. April 2018 bis März 2019 - Herstellung der neuen Brücke mit anschließendem Einbau der Abdichtung und des Asphaltes; Herstellung der Brückenkappen; Asphaltarbeiten zur Herstellung der Anschlussbereiche zur Brücke. Parallel zu der Brückenbaumaßnahme wird voraussichtlich ab der zweiten Hälfte 2018 ein Regerückhaltebecken im Innenohr der Auffahrt von der B 10 zur A 1 hergestellt.
Im Frühjahr 2019 werden die Auf- und Abfahrt Eppelborn der Richtungsfahrbahn Saarbrücken saniert.

Zur Umsetzung des Abrisses und des Neubaus sind derzeit folgende Eingriffe in den fließenden Verkehr geplant: 12. bis 23. März - Vollsperrung der B 10 / L 112 für den Abbruch der Brücke über der B 10 und der angrenzenden Bauteile, sowie Herstellung einer Kanalquerung unter der B 10. Mitte Juli 2018 - Vollsperrung der B 10 / L 112 für die Montage eines Traggerüsts (Dauer ca. eine Woche). Oktober 2018 -  Vollsperrung der B 10 / L 112 für die Demontage eines Traggerüsts (Dauer ca. eine Woche).



Im Frühjahr 2019 teht es dann weiter mit der Sperrung der A 1 – Anschlussstelle Eppelborn an der Richtungsfahrbahn Saarbrücken (Dauer etwa vier Wochen). Ende der Baumaßnahme (Frühjahr 2019) - mehrtägige Vollsperrung der A1 in Richtungsfahrbahn Trier und Richtungsfahrbahn Saarbrücken für den Rückbau der bestehenden Verkehrssicherung nach Fertigstellung der Baumaßnahme