Neue Bestattungsarten zulassen

Der Ortsrat Uchtelfangen diskutierte über Neuerungen auf dem Friedhof. Die Einsegnungshalle soll erhalten werden.

Die Bauplanungen in Kaisen, neue Grabarten auf dem Friedhof und die Situation der Friedhofshalle, um nur einige Beispiele zu nennen, gehörten zu den Themen, über die der Ortsrat am Dienstagabend diskutierte. Für die Themen interessierten sich viele Besucher. Bei der geplanten Bebauung in Kaisen, rund um das ehemalige Gasthaus Henkel, wie bei der Frage nach neuen Grabarten auf dem Friedhof, betonten beide Ortsratsfraktionen, dass die öffentliche Beratung im Ortsrat sowie die öffentliche Bürgerversammlung eine gute Grundlage für die Meinungsbildung der Ortsratsmitglieder darstelle. Einstimmig votierten die Ortsratsmitglieder für die Entscheidung zur Bebauung in Kaisen. Angelehnt an die Informationen in der Bürgerversammlung soll die Bauweise auf zweistöckige Niedrigenergiehäuser begrenzt bleiben. Die Zuwegung solle über die Johannesstraße möglich gemacht werden.

Bei der Bebauung des Kommunikationsplatzes favorisierten die Ortsratsmitglieder den Ausbau wie im Bereich ehemals Henkel. Über die Umgestaltung der Eckspitze Johannesstraße/Wiesenstraße wollen die Ortsratsmitglieder im Rahmen der weiteren Bauleitplanung nochmals reden. Die Verwaltung wurde gebeten, den dazu notwendigen Aufstellungsbeschluss vorzubereiten.

Auf die zusätzlichen Grabarten, wie Urnen-, Beet- und Baumbestattungen einigte sich das Gremium einstimmig. An die Friedhofskommission erging die Bitte, zügig die weiteren Schritte zur Umsetzung dieser Grabarten zu treffen.

Über die aktuelle Situation der Friedhofshalle informierte Thorsten Feiß Rat und Bürger. Auf die Unzufriedenheit mit Wassereinbrüchen im Bereich des Schauganges vor den Kühlzellen wurde seitens des Ortsrates durch Ortsvorsteher Stefan Maas nochmals hingewiesen. Die Kostenschätzungen für eine Komplettsanierung würden sich auf etwa 105 000 Euro belaufen.

Die zusätzlichen Heizkosten, verursacht durch eine veraltete Nachtspeicherheizung, verschlimmerten das Ergebnis. Hierzu gab es eine klare Aussage von CDU-Fraktionssprecher Markus Dörr: "Wenn es zu Hause reinregnet, saniere ich zuerst das Dach und nicht die Heizung." Als erste Maßnahmen forderte die CDU-Fraktion die Schließung des Schauganges, die Anschaffung einer mobilen Kühlvitrine für die Aufbahrung zumindest eines Sarges und die sukzessive Sanierung und den Erhalt der Einsegnungshalle.

Der Erhalt der Einsegnungshalle war auch die klare Forderung der SPD-Fraktion im Ortsrat. "Diese Forderungen beider Fraktionen unterstreichen meine Argumentation, die ich gegenüber dem Bürgermeister bereits vor mehreren Wochen artikuliert habe. Nun liegt es am Gemeinderat, einen Weg für die schrittweise Sanierung der Friedhofshalle zu finden", fasste Maas zusammen.

Dank des Förderprogramms "Kommunale Straßen 2017 - 2018", welches der Innenminister im Frühjahr aufgelegt hat, kam der Ortsrat in die seltene Situation, über die nächste Sanierung bis zu einer Obergrenze von 85 000 Euro zu entscheiden.

Man einigte sich einstimmig darauf, nicht eine einzelne Straße, sondern den besonders schlechten Bereich zwischen dem Brunnen in der Wiesbacher Straße und der Nagelschmiedstraße18 zur Sanierung vorzuschlagen.

Der Ortsvorsteher teilte weiterhin mit, dass der Bestattungsverein Illingen-Uchtelfangen dem Ortsrat eine Spende von 1000 Euro zugesagt hätte, die für Maßnahmen auf und um den Friedhof verwendet werden sollten. Ortsvorsteher Maas bedankte sich persönlich beim Vorsitzenden Wolfgang Rechkemmer, welcher der Sitzung beiwohnte.

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