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Musikalisches Feuerwerk in der Illipse

Musikalisches Feuerwerk in der Illipse

Illingen. In einer ausverkauften Illipse konnte der Chor Amici Cantus sein traditionelles Neujahrskonzert präsentieren, das in diesem Jahr bereits zum 15. Mal stattfand. Zum Auftakt des neuen Jahres erwartete die Zuhörer ein anspruchsvolles Programm aus sakraler Musik und ausgewählten Stücken aus Oper und konzertanten Werken

Illingen. In einer ausverkauften Illipse konnte der Chor Amici Cantus sein traditionelles Neujahrskonzert präsentieren, das in diesem Jahr bereits zum 15. Mal stattfand. Zum Auftakt des neuen Jahres erwartete die Zuhörer ein anspruchsvolles Programm aus sakraler Musik und ausgewählten Stücken aus Oper und konzertanten Werken. Unterstützt wurde der Chor von Hannelore Becker (Sopran), Vadim Volkow (Bariton) und Ayla Caymaz an der Flöte. Wie schon seit Jahren waren auch die Mitglieder der Radio-Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern wieder mit von der Partie, die sich in bester Spiellaune präsentierten. Der erste Teil des Abends war dem Schaffen zweier Komponisten gewidmet, die in diesem Jahr ein Jubiläum feiern: Joseph Haydn ist vor 200 Jahren gestorben, Felix Mendelssohn-Bartholdy wäre 200 Jahre alt geworden. Der Chor eröffnete das Konzert mit dem Stück "Du bist's, dem Ruhm und Ehre gebühret" von Joseph Haydn. Nach dem Andante aus seiner Sinfonie "Mit dem Paukenschlag" boten Chor, Orchester und die Sopranistin Hannelore Becker eine bewegende Interpretation von Felix Mendelssohns Kantate "Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser", die der Komponist selbst zu seinen besten Psalmvertonungen zählte. Nach der Pause unterhielten Sänger und Musiker das Publikum mit verschiedenen Chorwerken und konzertanten Stücken aus der Welt der Oper. Soloflötistin Ayla Caymaz wurde für ihre virtuose Darbietung einer Variation über den "Karneval in Venedig" mit stürmischem Applaus belohnt und bedankte sich mit einer spontanen Zugabe. Was wäre ein Neujahrskonzert ohne Märsche? Diesmal war der "Ägyptische Marsch" von Johann Strauß zu hören, bevor "Pomp and Circumstance" von Edward Elgar und der "Radetzkymarsch" die Vorstellung traditionsgemäß beendeten. Nach über zwei Stunden verließ ein begeistertes Publikum die Illipse, nicht ohne sich vorher durch stehende Ovationen bedankt zu haben - ein wahrhaft gelungener Start ins Jahr 2009. Nicht zuletzt ist dies Stefan Monshausen zu verdanken, der nicht nur den Chor intensiv vorbereitet hatte, sondern auch in gewöhnt souveräner Art und mit viel Gefühl dirigierte und mit seiner ungewöhnlichen Programmgestaltung den Geschmack des Publikums getroffen hatte. red