Musical Die Schöne und das Biest begeisterte in der Illipse Illingen

Musical in der Illipse : Es gab sogar zwei Schöne und das Biest

Zwei Mädchen teilten sich die Hauptrolle bei der Aufführung des Musicals in der Illinger Illipse.

Die Akteure der Aufführung des Kindermusicals „Die Schöne und das Biest“ können stolz sein. Die Kinder von Ill Coretto und vom Kinderchor Urexweiler haben sowohl gesanglich, musikalisch als auch schauspielerisch das preisgekrönte Musical sehr ansprechend und kindgerecht inszeniert und die Zuschauer zunächst einmal in eine Welt entführt, in der einiges aus den Fugen geraten war. Aber am Ende gab es ein Happy End. Bis dorthin sorgte ein wunderbarer Chorgesang, eine verzauberte Stehuhr, ein verzauberter Kerzenständer, eine sprechende Teekanne und weitere Darsteller mit kunstvollen Kostümen für beste Unterhaltung in der Illipse, die voll besetzt war.

Alle kamen, um die wundersame und zauberhafte Geschichte von Belle zu sehen und zu erleben. Aber auch um zu hören, wie die Handlung in die Chormusik eingebettet war. Belle, die kluge und anmutige junge Frau, die gemeinsam mit ihrem etwas verschrobenen Vater Maurice ein ruhiges und recht zufriedenes Leben in einem kleinen Dorf lebt, bekommt von dem Schönling Gaston regelmäßig den Hof gemacht. Belles Vater gerät während einer Reise in die Fänge des Biestes, das in einem verwunschenen Schloss in der Nähe des Dorfes wohnt. Einst war das Biest ein selbstsüchtiger Prinz, der verflucht wurde, als Ungeheuer zu leben. Die Verwünschung wird aufgehoben, wenn jemand kommt und sich trotz seines abschreckenden Äußeren in ihn verliebt. Davon ahnt Belle nichts, als sie sich selbstlos anstatt ihres Vaters in die Gefangenschaft des Biestes begibt. Eine charmante und auch verwandelte Dienerschaft forciert das Näherkommen von der Schönen und dem Biest. Auf der Bühne entsteht so nach und nach eine farbenfrohe und prachtvolle Welt. Der Kulissenwechsel findet in Sekundenschnelle von dem idyllischen Dorf in den dunklen Märchenwald oder in die prunkvollen Säle des verzauberten Schlosses statt, in dem sich die zauberhafte Liebesgeschichte zwischen Belle und dem Biest entwickelt. Perfektes Timing von Chor, Band und den Akteuren beeindruckte, ebenso das Zusammenspiel der beiden Chöre Ill Coretto aus Illingen und Kinderchor Urexweiler. Das passte einfach perfekt. Kein Wunder, denn die Chorleiterinnen Mirijam Franke und Adelheid Recktenwald verstehen sich sehr gut, was sich positiv auf das Zusammenspiel der beiden Chöre auswirkte.

Die aufwändigen und sehr anschaulichen Kostüme nähte Petra Lermen, die Mutter von zwei Chormitgliedern. Musikalisch brachten sich Studierende der Hochschule der Musik ein: Tobias Fritzen (Bass), Andrej Gouverneur (Schlagzeug) und Philipp Hergert (E-Gitarre). Daniel Franke begleitete am Piano und Heinz Recktenwald mit der Flöte. Insgesamt standen über 60 Kinder auf der Bühne. Es gab zwei Aufführungen am Sonntag, bei denen die Schauspielrollen jeweils mit verschiedenen Kindern besetzt waren. „Es gab so viele Kinder, die eine Rolle spielen wollten“, sagte Mirijam Franke. „Deshalb haben wir uns so entschieden.“ Andreas Lermen spielte allerdings bei beiden Aufführungen das Biest. „Die Schönen“ teilten sich die Rolle, morgens Stella Fries und mittags Hannah Riehm.