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Besondere Wehrübung
Mit kleinen Tricks und Wissen das Türschloss überwinden

Schnell und professionell den Weg für Rettungskräfte frei zu machen, lernten die zwölf Wehrleute von der Feuerwehr inIllingen bei einem speziellen Seminar über das Öffnen von verschlossenen Türen.
Schnell und professionell den Weg für Rettungskräfte frei zu machen, lernten die zwölf Wehrleute von der Feuerwehr inIllingen bei einem speziellen Seminar über das Öffnen von verschlossenen Türen. FOTO: WEhr Illingen / Wehr Illingen
Illingen. Illinger Feuerwehrleute lernten bei einem speziellen Seminar das fachgerechte Öffnen von Türen. Spezialwissen als wichtiger Vorteil bei Notfällen. 

(red) „Hilflose Person in Wohnung“ oder einfach „Türöffnung“ So heißen oftmals Einsatzstichworte, zu denen heutzutage immer öfter die Feuerwehr alarmiert wird. Dann muss in den meisten Fällen ein schneller Zutritt zu einer Wohnung geschaffen werden, wenn Menschenleben oder Sachwerte in Gefahr sind.


Hier muss die Feuerwehr meist den Zugang für den Rettungsdienst und Notarzt zu der Person ermöglichen. Damit die Feuerwehr dieses Einsatzszenario schnell, effektiv und mit minimalem Schaden abarbeiten kann, ist es notwendig, gut ausgebildet zu sein. Insgesamt zwölf Angehörige der Feuerwehr Illingen besuchten deshalb ein spezielles „Türöffnungsseminar“.

Zunächst wurden die Teilnehmer mit den rechtlichen Grundlagen für eine Türöffnung vertraut gemacht. Das ist gerade bei solchen Einsätzen sehr wichtig, denn hierbei werden Grundrechte eingeschränkt. Danach wurde im Seminar verschiedenste gewaltfreie Öffnungstechniken (nicht zerstörend) gezeigt und geübt. Ein nächster Ausbildungsteil war das gewaltsame Öffnen, welches mit verschiedenen Sicherheitsstufen vorgestellt wurde. In den Praxisteilen konnten die Seminarteilnehmer an Türmodellen, welche von der Schreinerei Johänntgen hergestellt wurden, intensiv üben. Das Ausbilderteam Sascha Cattarius und Roland Rachor legten in dem Seminar absoluten Wert auf Einfachheit und Feuerwehrpraxis. Dabei vermittelten sie den Grundsatz: Zuerst umfassend erkunden, dann primär versuchen, sich gewaltfrei mit einfachen Mitteln Zugang zu verschaffen und erst, wenn dies nicht möglich ist, sich Zugang mit „zerstörenden“ Mitteln zu verschaffen. Hierbei aber möglichst geringen Schaden zu verursachen. Im Verlauf des Seminars brachten die Ausbilder immer wieder Praxisbeispiele aus dem Bereich des Feuerwehralltags.