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Eltern dürfen sich freuen
Mehr Betreuungsplätze für die Kinder

Amtsleiter Elmar Meiser und Bürgermeister Armin König schauten sich in der Katholischen Kindertagesstätte St. Josef in Uchtelfangen um. Standortleiterin Ulrike Kleer informierte über die Einrichtung, die aufgestockt und erweitert werden soll.
Amtsleiter Elmar Meiser und Bürgermeister Armin König schauten sich in der Katholischen Kindertagesstätte St. Josef in Uchtelfangen um. Standortleiterin Ulrike Kleer informierte über die Einrichtung, die aufgestockt und erweitert werden soll. FOTO: Thomas Keller
Uchtelfangen. Gemeinde investiert in Qualität und Angebot. Weg für Großprojekt in der Katholischen Kita Uchtelfangen geebnet. Von Heike Jungmann

Wo könnte ein Verwaltungschef das Konzept seiner Gemeinde zu vorschulischen Einrichtungen der Presse besser erläutern als in einer Kindertagesstätte? Illingens Bürgermeister Armin König stattete deshalb der Kita St. Josef Uchtelfangen einen Besuch ab, begleitet von Fachbereichsleiter 1, Elmar Meiser. Freudestrahlend begrüßten ihn ein paar gut gelaunte Knirpse per Handschlag. Standortleiterin Ulrike Kleer führte die Gäste herum und erklärte zum Beispiel, dass derzeit 30 Kinder ihr Mittagessen in einem Raum einnehmen, der normalerweise zum Malen und Basteln genutzt wird. Vor 40 Jahren, als die Einrichtung noch als herkömmlicher Kindergarten an den Start ging, wurden die Jungs und Mädels spätestens um halb eins, ein Uhr abgeholt. Damals dachte noch niemand an einen Bistrobereich mit Ausgabeküche und Speiseraum. Diese sollen nun ihren Platz finden in einer sanierten und vergrößerten Einrichtung. Das in die Jahre gekommene Gebäude – 2004 waren bei einer ersten Sanierung Tagesplätze hinzugekommen – soll aufgestockt werden, um im Erdgeschoss weitere Krippenplätze und die dafür notwendigen Dinge wie eben Bistro und Ruheräume einrichten zu können. Der Regelbereich zieht dann in das Obergeschoss.


Nach dem Willen des Gemeinderates, der am 12. März grünes Licht für die Planung gegeben hatte, sollen zehn weitere Krippenplätze und zusätzliche Regelplätze geschaffen werden. Derzeit sind es 63 Kindergartenplätze und 17 Kitaplätze. Angestrebt werde, mit kompakter und funktionaler Planung eine möglichst sechsgruppige Einrichtung mit einem zeitgemäßen Krippenbereich zu realisieren.

Das Projekt sei bereits für das Jahr 2013 geplant gewesen, informierte König. Allerdings sei es aufgrund der hohen Kosten, nicht zu klärender Grundstücksfragen und ungewisser Förderungsmöglichkeit in der damaligen Form zurückgestellt worden. Inzwischen sehe die Lage dank zusätzlicher Bundesmittel wesentlich besser aus. Die Gesamtinvestition von geschätzten zwei Millionen Euro werden nun von Land, Kreis und Bistum als Träger bezuschusst. Die Verwaltung geht nach den Worten von Elmar Meiser davon aus, dass der Gemeinderat nach der Sommerpause eine entsprechende Entscheidung trifft und man im Frühjahr 2019 mit den Bauarbeiten beginnen könne. Ulrike Kleer und ihr Team stellen sich auf eine teilweise Auslagerung etwa in einen Schulraum in Illingen ein. Mit den größeren Kindern könne man auch mal in den Wald gehen. Vermutlich bis Ende 2020, denn dann sollte die rundum im Rahmen des Bestandsschutzes erneuerte Kita St. Josef fertig sein.



Schon viel weiter ist man am evangelischen Pendant in Uchtelfangen, der evangelischen Kindertagesstätte. Relativ unkompliziert sei hier die Planung verlaufen, berichtet der Bürgermeister. „Harmonisch auch die Verhandlungen mit den Zuschussgebern von Land und Kreis.“ Dank des Raumangebotes des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinden können an diesem Standort im Sommer 25 neue Regelplätze über Ü 3 eingerichtet werden. Die kalkulierten Kosten von etwa 110 000 Euro werde das Projekt äußerst kostengünstig umgesetzt.

Sind diese beiden Maßnahmen umgesetzt, wird die Gesamtzahl der Regelplätze in der Gemeinde Illingen um mindestens 50 auf 439 gesteigert. Im Krippenbereich bestehe mit dann 115 bis 120 Plätzen zwar weiter Handlungsbedarf, schränkte König ein. Er stellte jedoch fünf zusätzliche Plätze in der katholischen Kita Hirzweiler-Welschbach in Aussicht, wo man einen Innenraum mit einfachen Mitteln umgestalten könne. Wesentlich aufwändiger und teurer wird es, wenn dort die Fundamente gesichert und die Grundleitungen unter den Gebäuden saniert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf rund 185 000 Euro. An dem Anteil, der auf den Kindergartenbereich entfällt, beteiligt sich die Gemeinde nach einem Ratsbeschluss mit 28 000 Euro.

Quasi noch in den Kinderschuhen stecken die Planungen für eine Sanierung des Kindergartengebäudes in Wustweiler. Die Außenfassade samt Fenstern sowie das Dach des Altbaus müssten erneuert werden, doch das ist derzeit Zukunftsmusik.

Zum Haushalt 2018/2019 angemeldet sind dagegen Sanierungsmaßnahmen in Illingen und Hüttigweiler. In Illingen sind rund 90 000 Euro eingeplant und in Hüttigweiler etwa 25 000 Euro.

Insgesamt habe die Gemeinde in den vergangenen fünf Jahren ihre vorschulischen Einrichtungen mit Personal- und Sachkostenzuschüssen in Höhe von mehr als 2 Millionen Euro  unterstützt. Hinzu kommen 345 000 Euro im investiven und sanierungstechnischen Bereich, rechnet König vor. „Wir wollen den gestiegenen Bedarf an Betreuungsplätzen in Illingen zügig decken.“ Dies sei ein nicht zu unterschätzender Standortvorteil für die Zukunft.