Liebe, Frieden und viel Musik

„Augen zu und horch“, unter diesem Motto startet am Freitag, 10. Juli, das dreitägige 13. Benefiz-Festival Wustock vor und in der Seelbachhalle in Wustweiler. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, das Programm steht (siehe Info).

. Seit 18 Jahren gibt es nun das Wustock-Festival. In dieser Zeit hat sich viel geändert, vieles ist aber immer noch wie beim ersten Mal, was viele der Stammgäste sehr zu schätzen wissen. Bei Wustock spielen alle Bands ohne Gage, auch von den Helfern verdient keiner einen Cent an der Veranstaltung. Es wird kein Eintritt erhoben, verdient wird nur am Vor-Ort-Verkauf von Speisen, Getränken, T-Shirts und anderen Sachen. Weswegen es bei Wustock als äußerst unfein gilt, sich im Rucksack Verpflegung mitzubringen. Getränke gibt es bei Wustock aus wiederverwertbaren Bechern. Es wird gezielt kein Pfand erhoben, damit der Besucher keinen unnötigen Stress damit hat. Trotzdem wäre es super, so die Veranstalter, wenn die Becher wieder an den Theken zurückgegeben würden. Auf keinen Fall gehören sie in den Müll! Bei Fragen oder Problemen sind immer Mitglieder vom Wustock-Team auf dem Platz (schwarze Shirts mit Rückenaufdruck).

Die Gewinne werden bei der offiziellen Spendenübergabe an verschiedene Begünstigte übergeben. Diese werden vorher vom Wustock-Team festgelegt, wobei einige Begünstigte wie die Mukoviszidose-Stiftung jedes Jahr dabei sind. 135 000 Euro sind so schon über die Jahre zusammengekommen und wieder verteilt worden.

Zur Geschichte von Wustock, einer Veranstaltung, die längst "Kult" ist in der Region: 1987 suchte die Organisationsleitung des Wustweiler Dorffestes für den Kleinkunstabend noch Künstler aus dem Dorf. Und so fragte damals Eugen Eckert bei Rü (Rüdiger Ullrich) und Jupp (Stefan Biehl) nach, ob sie nicht Lust hätten, mal gemeinsam bei genanntem Anlass aufzutreten.

Damit war das Duo RüJuppMix entstanden, das von nun an zahlreiche Auftritte gemeinsam absolvierte, vom privaten Geburtstag, über Auftritte in diversen Kneipen, bis hin zum Neunkircher Stadtfest und anderen regionalen und überregionalen Musikveranstaltungen . Im Jahr 1997 stand nun das zehnjährige Bühnenjubiläum von RüJuppMix an - und wer die Beiden kennt, der weiß, dass damit ein Fest verbunden sein musste. Beiden war von Anfang an klar, dass dazu etliche Helfer und auch Mitstreiter auf der Bühne notwendig waren. Ebenso klar war es Rü und Jupp, dass dieses Fest eine Benefizveranstaltung werden sollte, wie sich der Ur-Wustocker Werner Biehler erinnert. Kaum war die Idee ausgesprochen, erklärten sich auch schon viele Freunde der Beiden bereit, bei den Vorbereitungen zu helfen. Das "Wustock-Team" war entstanden.

Jeder, der den Namen hört, denkt sicher an das legendäre Festival "Woodstock" im Jahre 1969 im Bundesstaat New York. Das war sicher auch so gewollt, als Zapp (Josef Lieser) den Namen einst beim Philosophieren in bierseliger Laune kreierte. Auch das damalige Motto "For Love, Peace and Music" wurde für Wustock übernommen.

Im Freundeskreis von Rü und Jupp gab es verschiedene Leute, die bereits in der IBSA ("Initiative zur Betreuung Schwerstkranker und ihrer Angehörigen") tätig waren. So ergab sich der erste Nutznießer des eventuell zu erwartenden Reinerlöses. Durch das zufällige Engagement von RüJuppMix in der Session 1996/1997 beim Karnevalsverein Knallerbsen Illingen, wo auch die Eltern eines an Mukoviszidose erkrankten Kindes aktiv sind, kristallisierte sich schnell die Regionalgruppe Saar/Pfalz des Mukoviszidose-Vereins als zweite begünstigte Organisation heraus. Und es folgten immer mehr Nutznießer, unter anderem auch die SZ-Aktion "Hilf-Mit!".

Am 21. Juni 1997 war es dann soweit: Das erste Benefiz-Festival Wustock wurde an der Seelbachhalle in Wustweiler eröffnet. Eine Erfolgsgeschichte begann. Wustock findet im jährlichen Wechsel mit dem Wustweiler Dorffest statt.

Für die ganz jungen Besucher gibt es mit "Wustöckchen" ein eigenes Programm.

Daniela Roessler mit Triple Vision hat sich für den Abschluss-Sonntag in Wustweiler angesagt. Foto: Wustock Foto: Wustock

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Auf einen BlickDas Wustock-Programm (kleine Änderungen sind laut Veranstalter noch möglich): Freitag, 10. Juli, 18.30 Uhr: Eröffnung mit Böllerschützen. Es folgen Urknall, The Final Heat Band, Bastard & The Post Blues Experience. Samstag, 11. Juli, ab 14 Uhr: The Six Senses, Copy & Paste, jolly polly, Toad in Transit, Mensch, South West Wind, Thick as a Brick, Blizzard & Purple Haze. Sonntag, 12. Juli, ab 11 Uhr: Young Blood [Reloaded], Saxofon-Quartett, Maryland Street, Triple Vision & Daniela Roessler, Inner Sunday, Der 12-Saiter und Die Zirbelknechte & Friends.Alle Musiker spielen wie immer ohne Gage. slwustock.de