| 20:55 Uhr

Laxemkochen in Hirzweiler
25 Helfer schälen fünf Zentner Birnen

Die Kupferkessel mit dem kochenden Sud und den geschälten Birnen waren gut gefüllt. An den Kesseln rührten Dieter Zägel (links) und Jörg Woll (rechts). Zur Ablösung beim Rühren standen genügend Helfer zur Verfügung.
Die Kupferkessel mit dem kochenden Sud und den geschälten Birnen waren gut gefüllt. An den Kesseln rührten Dieter Zägel (links) und Jörg Woll (rechts). Zur Ablösung beim Rühren standen genügend Helfer zur Verfügung.
Hirzweiler. Rühren, rühren und nochmals rühren lautete die Devise beim Laxemkochen der Hirzweiler Solidargemeinschaft. Von Benno Weiskircher

Der Hirzweiler Solidargemeinschaft gehen die Ideen für gemeinsame Aktionen offensichtlich nicht aus. „Wir versuchen mit verschiedenen Veranstaltungen über das ganze Jahr die Dorfgemeinschaft zu beleben“, stellte der Vorsitzende Ralf Fischer fest. Hexenfeuer, Dorffest, Kinderolympiade, Schwenke und Sprooche und der Nikolausmarkt sind aus dem Hirzweiler Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. Nach achtjähriger Pause lebte am Wochenende mit dem Laxemkochen  eine weitere alte Tradition wieder auf.


Dazu waren einige Vorarbeiten erforderlich. Für Fischer und sein Vorstandsteam war es ein Leichtes, das neue Event vorzubereiten. Die Hauptorganisatoren Jörg Woll und Reinhard Schöneberger sammelten mit ihren Helferinnen und Helfern Birnen „off em Bann“, besorgten Holz zum Befeuern der Kessel, kauften zusätzlich Birnen in der Pfalz ein, bestellten Gläser und es wurden eigene Etiketten mit dem Logo der Solidargemeinschaft, dem Dorfwappen und dem Herstellungsdatum entworfen. Und als am Freitag Birnen geschält werden mussten, waren neben den Verantwortlichen der Solidargemeinschaft auch zahlreiche Einwohner zur Stelle, um zu helfen.

„25 Personen im Alter von acht bis 75 kamen zum Schälen“, freute sich Ralf Fischer über so viel Unterstützung. „In zwei Stunden hann mir fünf Zentner geschält“, stellte Gerda Wagner zufrieden fest. Am Samstagmorgen wurden bei Tagesanbruch zwei Kupferkessel angefeuert und mit dem Saft, der aus einem Teil der geschälten Birnen gepresst wurde, gefüllt. Gegen 10 Uhr wurden dem kochenden Sud die Birnen hinzugegeben. Und dann hieß es rühren, rühren, rühren. Es war schon dunkel, als die Kesselfüllungen zu leckerem Brotaufstrich eingekocht waren. Der heiße Laxem wurde in die vorbereiteten Gläser gefüllt. Am Sonntagmorgen konnten 300 Gläser zum Kauf angeboten werden. Neben dem Verkauf hatten die Organisatoren auch zum Frühstück in die Dorfwaldhalle eingeladen. Mit dieser Idee hatte man, wie so oft, ins Schwarze getroffen. Das Angebot wurde von den Besuchern dankbar angenommen.



„Es hat wieder mächtig Spaß gemacht“, war immer wieder zu hören. Bleibt zu hoffen, dass die Aktion im kommenden Jahr ihre Fortsetzung findet. Die nächste Veranstaltung der Solidargemeinschaft findet am 28. Oktober statt. „Dann laden wir zum Rommelschnitzen mit anschließendem Umzug durchs Dorf ein“, kündigte Ralf Fischer an.